Zweite Anzeige in vier Monaten

Dortmund: Sexueller Missbrauch in Kita? Erneut Ermittlungen gegen Mitarbeiter

Einem Kita-Mitarbeiter in Dortmund wird vorgeworfen, zwei Kinder sexuell missbraucht zu haben.
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Einem Kita-Mitarbeiter in Dortmund wird vorgeworfen, zwei Kinder sexuell missbraucht zu haben.

Angeblich ist es in einer Kita in Dortmund zu einem sexuellen Missbrauch gekommen. Eine Horrorvorstellung für Eltern. Denn es gibt diesen Verdacht bereits zum zweiten Mal. 

  • Einem Mitarbeiter einer Kindertagesstätte in Dortmund wird vorgeworfen, zwei Kinder sexuell missbraucht zu haben.
  • In einem Fall laufen aktuell die Ermittlungen gegen den Mann.
  • Er darf seinem Beruf derzeit nicht nachgehen.

Dortmund - Es ist ein schrecklicher Verdacht, dem die Polizei in Dortmund derzeit nachgeht: Einem Mitarbeiter einer Kindertagesstätte wird vorgeworfen, zwei Kinder sexuell missbraucht zu haben. "In beiden Fällen ist Anzeige erstattet worden", bestätigte eine Sprecherin der Polizei gegenüber RUHR24. In einem davon wurden die Ermittlungen aber mittlerweile wieder eingestellt.

Erste Hinweise auf sexuellen Missbrauch in Dortmund im September

Zuerst hatten die Ruhr Nachrichten über den Fall berichtet. Ein erster Verdacht auf einen sexuellen Missbrauch in der Kindertagesstätte des evangelischen Kirchenkreises Dortmund hatte es laut der Zeitung im September gegeben. Damals soll ein zweijähriges Mädchen nach dem Besuch der Kita über Schmerzen geklagt haben.

Noch am selben Tag sei die Familie zum Kinderarzt und später ins Krankenhaus gefahren. Dort seien Verletzungen im Intimbereich des Mädchens festgestellt worden, zitieren die Ruhr Nachrichten eine Vertraute der Mutter.

Polizei bestätigt: Ermittlungen wegen sexuellem Missbrauch zunächst eingestellt

Dass im September eine erste Anzeige eingegangen sei, bestätigt auch die Polizei. Die Ermittlungen seien aber mittlerweile eingestellt worden. Das berichtet auch Wolfram Scharenberg, Pressesprecher des evangelischen Kirchenkreises, im Gespräch mit dieser Redaktion. "Es gab damals eine Anzeige, die von den Behörden auch behandelt wurde", sagt er.

Im Verlauf der Ermittlungen habe sich der Verdacht des sexuellen Missbrauchs aber nicht bestätigt, schreiben die Ruhr Nachrichten. Den Ermittlern sollen weder Verletzungen bekannt gewesen sein, noch habe man bei der Untersuchung des Mädchens DNA-Spuren des Beschuldigten gefunden.

Verdacht auf sexuellen Missbrauch: Kita in Dortmund wendet sich an Eltern

"Eine vage Vermutung hat zur Strafanzeige geführt", schrieb der Kirchenkreis damals laut Ruhr Nachrichten in einem Rundschreiben an die Eltern aller Kinder, die in der betroffenen Kita betreut werden. "Die Vorwürfe haben sich als gegenstandslos erwiesen und die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren eingestellt." Der beschuldigte Mann habe daraufhin seinen Dienst wieder aufgenommen.

Doch nun liegt erneut eine Anzeige gegen den Mitarbeiter der Kindertagesstätte vor. Wieder wird ihm vorgeworfen, ein Kind sexuell missbraucht zu haben. Im aktuellen Fall soll das mutmaßliche Opfer ein dreijähriges Mädchen sein.

In Münster (NRW) ist es zu einem besonders schweren Fall von Kindesmissbrauch gekommen. Über Jahre soll ein 27-Jähriger einen 10-Jährigen missbraucht haben. Die Ermittler haben scheußliche Details ans Licht gebracht. 

Erneute Anzeige in Dortmund: Beschuldigter darf nicht arbeiten

Der Mann sei von den zuständigen Behörden mit einem Beschäftigungsverbot belegt worden und darf seinen Beruf derzeit nicht ausüben, heißt es von der Polizei Dortmund. Wegen der laufenden Ermittlungen wollen sich die Beamten nicht weiter zu dem Fall äußern. Die Polizei spricht aber von "sehr komplexen Ermittlungen" wegen des Verdachts auf "schweren sexuellen Missbrauch von Kindern".

Auch der evangelische Kirchenkreis bestätigte auf Nachfrage, dass der Verdächtige wegen der laufenden Ermittlungen aktuell freigestellt sei. "Wir hoffen natürlich, dass an den Anschuldigungen nichts dran ist", sagt Kirchenkreis-Sprecher Scharenberg. "Wenn es sich bestätigen würde, wäre das furchtbar."

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