Corona-Pandemie

Dortmund: Erstattung der Kita-Beiträge im Lockdown - worauf Eltern jetzt hoffen können

In NRW sollen Elternbeiträge für Kitas ausgesetzt werden. Wie Kommunen die Gebühren erstatten, ist jedoch unterschiedlich. Was bedeutet das für Eltern in Dortmund?

Dortmund - Viele Eltern können im Lockdown nicht, oder nur in beschränktem Umfang, nutzen, wofür sie Gebühren entrichten: Die meisten Kindertagesstätten in Dortmund bieten aufgrund der Corona-Pandemie in ganz NRW nur eine eingeschränkte Betreuung der Kinder an. Wenn möglich, sollen Eltern ihre Kinder aus Infektionsschutzgründen zudem ganz zu Hause lassen. Deshalb sollen jetzt Kita-Beiträge erstattet werden.

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Dortmund: Grund zur Hoffnung auf Erstattung der Kita-Beiträge nach Einigung von NRW-Ministern

Die Pandemie verlangt nicht zuletzt von Familien viel ab. Vor allem für berufstätige Eltern oder Alleinerziehende sind die verschärften Corona-Regeln eine Herausforderung. Nun soll es zumindest finanziell eine Entlastung geben. Darauf haben sich NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) und NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) geeinigt. Wie die Regelung in Dortmund ausgelegt wird, hängt vor allem von einem Faktor ab.

Demnach sollen zunächst einmal die Kita-Beiträge für Januar erstattet werden. Noch steht der Beschluss des Landeskabinetts zur Aussetzung der Beiträge zwar aus, doch Eltern haben guten Grund zu hoffen, dass die Beiträge tatsächlich nicht bezahlt werden müssen. Kosten sollen sich Land und Kommunen teilen.

Besonders die Festlegung, dass sich Land und Kommunen die Kosten voraussichtlich teilen, könnte für Eltern in Dortmund ausschlaggebend sein. „Aus Sicht der Stadt Dortmund ist eine mögliche Erstattung von Gebühren daran gebunden, dass uns das Land dafür grünes Licht und eine Erstattungszusage für die dann ausfallenden Gebühren gibt“, erklärt Daniela Schneckenburger, Dezernentin für Schule, Jugend und Familie in Dortmund.

Erstattung von Kita-Beiträgen: Dortmund will konkrete Entscheidung von NRW abwarten

Allerdings soll in Dortmund die konkrete Entscheidung des Landes NRW abgewartet werden. Ob es reicht, dass die Kosten geteilt und nicht vollständig übernommen werden, bleibt abzuwarten. Eine Entscheidung vonseiten der Landesregierung könnte am Dienstag (12. Januar) gefällt werden. Dann ist die nächste Sitzung des Kabinetts geplant.

Bereits im Frühjahr hatte die Stadt Dortmund auf die Erhebung von Elternbeiträgen für Kitas verzichtet. Damals galt in Kitas und Offenen Ganztagsschulen (OGS) ein Betreuungsverbot. Im April und im Mai 2020 mussten Eltern daher keine Gebühren entrichten. Für die OGS waren die Monate Juni und Juli 2020 ebenfalls beitragsfrei für Eltern.

Für Kitas wurden in den Sommermonaten nur jeweils die Hälfte der Beiträge verlangt. Ob die Regelung für die Monate Dezember und Januar ähnlich aussehen wird, soll in Kürze beschlossen werden. Allerdings besteht derzeit kein Betreuungsverbot – allen Eltern steht aktuell eine Notbetreuung in Schulen und Kitas zur Verfügung.

Rubriklistenbild: © Uwe Zucchi/dpa

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