Junge lief auf die Straße

Dortmund: Entlaufenes Kita-Kind (2) ist kein Einzelfall – Träger reagiert

Das Kind von Marta Turowski-Jürck aus Dortmund entlief unbemerkt einer Kita im Kreuzviertel über die Kreuzstraße in Richtung der viel befahrenen Hohen Straße.
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Das Kind von Marta Turowski-Jürck aus Dortmund entlief unbemerkt einer Kita im Kreuzviertel über die Kreuzstraße in Richtung der viel befahrenen Hohen Straße.

Ende August ist in Dortmund ein Kind (2) unbemerkt aus einer Kita weggelaufen. Der Träger kündigt nun Konsequenzen an.

  • Nachdem ein Kind (2) unbemerkt aus einer Kita in Dortmund entlaufen ist, gibt es nun eine Reaktion des Trägers.
  • Die Mutter des Kindes will ihre zwei Sprösslinge nun in eine andere Kita geben.
  • Sie berichtet außerdem von katastrophalen Zuständen in vielen Kitas.

Dortmund - Das aus einer Kita in Dortmund unbemerkt davongelaufene Kind (2) hat in Dortmund für einen Schock unter vielen Eltern gesorgt. Und es zeigt, dass der Vorfall kein Einzelfall ist. Gegenüber RUHR24.de* sagte die betroffene Mutter, sie habe nach Bekanntwerden ihrer Geschichte von vielen ähnlichen Vorfällen in Dortmunder Kitas und bei Tagesmüttern- und Vätern erfahren. "Mich haben sehr viele Leute angeschrieben, die etwas Ähnliches erlebt haben", so Marta Turowski-Jürck.

Ort

Dortmund

Ortsteil

Kreuzviertel

Stadtbezirk

Innenstadt-West

Dortmund: Kita-Kind läuft unbemerkt auf die Straße

Ihr zweijähriger Sohn war während der Eingewöhnungsphase in einer Kita im Dortmunder Kreuzviertel beim Spielen im Außenbereich unbemerkt auf die Straße gelaufen* und in Richtung Kreuzung Hohe Straße / Kreuzstraße spaziert. Eine Passantin hatte das Kind bemerkt und die Polizei gerufen.

Das Kind von Marta Turowski-Jürck aus Dortmund entlief unbemerkt einer Kita im Kreuzviertel über die Kreuzstraße in Richtung der viel befahrenen Hohen Straße.

Inzwischen habe der Träger der Kita die Angelegenheit analysiert, wie es in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber unserer RUHR24* heißt. Darin heißt es, dass der Zweijährige trotz "strukturiertem und sicheren Rahmenkonzepts" unbemerkt aus der Kita entlaufen konnte. "Wir bedauern diesen Vorfall zutiefst".

Kita aus Dortmund äußert sich zu Vorfall um entlaufenes Kind

Dass das Kind die Kita unbemerkt verlassen habe, entspreche nicht den hohen Sicherheits- und Qualitätsansprüchen, versichert eine Sprecherin des Trägers, der gleichzeitig Konsequenzen ankündigt. Man wolle die Situation vor Ort genau analysieren und mögliche Sicherheitslücken schließen. Zudem, so heißt es weiter, werde eine "engmaschige fachliche Begleitung des Einrichtungsteams durch die zuständige pädagogische Regionalleitung sichergestellt".

Der Kita sei es "ein großes Anliegen" Qualitätsstandards zur sicheren Begleitung und Förderung der Kinder vor Ort "stabil zu sichern und dem Vertrauen der Eltern bestmöglich zu entsprechen".

Mutter aus Dortmund will Konsequenzen aus Vorfall in Kita

Unterdessen ist ein Gespräch zwischen dem Kita-Träger und der vom Vorfall betroffenen Mutter vereinbart worden. Dort soll auch geklärt werden, wie künftig verhindert werden soll, dass Kinder unbemerkt weglaufen. 

Video: Tipp: Kitaplatz

Und: Turowski-Jürck wurden unmittelbar nach dem Vorfall zwei neue Plätze in einer anderen Kita desselben Trägers angeboten. Die Dortmunderin möchte ihre zwei Kinder allerdings nun einem anderen Träger anvertrauen und hat schon zwei andere Plätze angeboten bekommen.

Dennoch bleibt bei der Dortmunderin ein ungutes Gefühl, was die Versorgung der Kinder in den Kitas von Dortmund* betrifft. Aus ihrem Umfeld habe die 37-Jährige zuletzt häufig gehört, dass die Betreuungssituation katastrophal sei. Turowski-Jürck: "Alle haben Angst, die Zustände anzusprechen, weil viele Angst haben, dass sie keinen Platz mehr bekommen." *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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