Neue Zukunft für Areal

Dortmund: Umstrittener Drogen-Hotspot soll jetzt Spielplatz werden

Das Dortmunder U auf dem U-Turm und das Dietrich-Keuning-Haus in der Dortmunder Nordstadt
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Der Keuningpark in der Nordstadt von Dortmund soll bald ein neues Image erhalten (Symbolbild).

Kampf gegen Drogenhandel — Stadt Dortmund mit großen Plänen für Dietrich-Keuning-Park

Dortmund – Schüler, die nach der Schule klettern, toben und sich sportlich betätigen — so stellt sich die Stadt Dortmund die Zukunft des Dietrich-Kenuning-Parks vor. Dafür muss die Stadt einiges tun, denn die Vergangenheit der Lokalität ist düster.

GroßstadtDortmund
Fläche280,7 km²
Metropolregion7.268 km²
Bevölkerung603.167 (2020)

Drogenhandel im Keuningpark: Stadt Dortmund will Neustart – große Änderungen geplant

Egal, ob Rombergpark oder Westfalenpark — gerade in Zeiten von Corona nutzen zahlreiche Bewohner von Dortmund und auch Besucher von außerhalb die vielfältigen Möglichkeiten der Stadt für Spaziergänge und Ausflüge. Künftig soll es mit dem Keuningpark eine neue Alternative geben.

Mit dem Dietrich-Keuning-Haus, einem Indoor-Skatepark, einer Musikschule sowie dem Nordbad bietet der Keuningpark eigentlich eine vielfältige Auswahl an Möglichkeiten für Familien mit Kindern und Jugendlichen, sich zu bewegen. Zahlreiche Schüler halten sich täglich dort auf. Doch der Park wird nicht nur von ihnen genutzt.

Ein großes Problem für die Stadt Dortmund ist der Drogenhandel im Keuningpark. Das liegt nach Informationen der Stadt vor allem an der zentralen Lage und der guten Erreichbarkeit mit dem ÖPNV. Das hat schlimme Folgen für die Besucher des Parks.

Security und Polizei: Keuningpark in Dortmund bislang als Drogen-Hotspot bekannt

Laut der Stadt fühlen sich aufgrund der Kriminalität neben Minderjährigen auch Senioren nicht sicher. Um dagegen vorzugehen, ist mittlerweile ein privater Sicherheitsdienst dort unterwegs. Offenbar mit Wirkung, wie es auf der Homepage von Dortmund heißt. Demnach gibt es „erste Erfolge dabei, die Szene zu verdrängen.“ Neben der Security ist auch die Polizei Dortmund im Keuningpark im Einsatz.

Doch neben der verstärkten Sicherheit gibt es noch weitere Pläne der Stadt für das Areal. So soll es bald eine Außenanlage für Skater geben. Wer kein Fan von den rollenden Brettern ist, der soll künftig noch bessere Alternativen haben. So soll „ein abgenutzter Asche-, Bolz- und Basketballplatz“ ein neues Gewand bekommen und saniert, sowie „zeitgemäß aufgearbeitet werden“, heißt es auf der Homepage. Zudem soll sich der Kisok an der U-Bahnhaltestelle Leopoldstraße in eine „Fahrrad- und Gerätereparaturwerkstatt für Jugendliche und Kinder“ verwandeln.

Kinder sollen mehr Freizeitmöglichkeiten im Keuningpark in Dortmund haben.(Symbolbild)

Neben dauerhaften Änderungen soll es demnächst auch im Bereich Aktionen Neuerungen geben. Dazu gehören beispielsweise „Open-Air-Konzertformate, Festivals sowie Sommer- und Familienfeste“, schreibt die Stadt Dortmund. Dabei sollen „die stadtinternen und extern gewachsenen Netzwerke der Kooperationspartner dabei eingebunden werden“, wie etwa das Jugendamt und die „Nordstadtliga“ (weitere News aus Dortmund bei RUHR24).

Live-Konzerte und Festivals in Dortmund: Neue Location in Planung

Damit will die Stadt an vergangene Veranstaltungen, wie „das mehrwöchige Kulturfestival ‚NordstadtSommer‘ oder ein Zirkusprojekt für Kinder- und Jugendliche“ anknüpfen. Auch das Dietrich-Keuning-Haus diente bereits als Austragungsort verschiedener Events, die zahlreiche Besucher anlockten.

Der Plan der Stadt ist es, dass die Neuerungen und Maßnahmen dann nicht nur neue Besucher anlocken, sondern bei Kinder und Jugendlichen auch präventiv wirken. So sollen „Handlungsalternativen, Kompensationsmöglichkeiten und positive Zukunftsperspektiven“ aufgezeigt werden. Das ist vor allem in Zeiten des Coronavirus wichtig, wo Schüler nicht nur mit den wechselnden Corona-Regeln an Schulen zu kämpfen haben, sondern auch mit dem Entfall von Freizeitaktivitäten aufgrund der Maßnahmen gegen Covid-19 (weitere News zum Coronavirus in NRW im Live-Ticker bei RUHR24).

Damit das möglich ist, wollen die Kulturbetriebe einiges an Geld investieren. Insgesamt sind Kosten von 1,6 Millionen Euro geplant. Davon will die Stadt Dortmund einen Zuschuss von 750.000 Euro geben. Weitere Unterstützung erhoffen sich die Verantwortlichen durch Fördermittel. Der Rat will im Juni darüber entscheiden.

Video: Corona-Pandemie in Deutschland – harte Folgen für Schüler

Für die Schüler in Dortmund und der Umgebung wäre der erneuerte Keuningpark eine willkommene Abwechslung zu dem Corona-Chaos, dass sie aktuell in der Schule begleitet. Wegen der Covid-19-Pandemie ist nach Informationen der Allgemeinen Freien Presse (AFP) bislang die Hälfte des Präsenzunterrichts seit Beginn der Pandemie entfallen.