Juicy Beats Festival

Dortmund: Juicy Beats Festival hat mit „Luisa“ besonderen Gast

Das Juicy Beats in Dortmund findet am 29. und 30. Juli im Westfalenpark statt. Für die Sicherheit beim Festival ist die Kampagne „Luisa“ vor Ort.

Dortmund - Während zum 25. Mal das Juicy Beats gefeiert wird, kümmert sich das Jugendamt nicht nur um Angebote für Kinder und Jugendliche. Damit sich besonders Frauen während des bunten Musik-Mix in Dortmund sicherer fühlen können, installiert das Jugendamt jetzt auch das bekannte Hilfsangebot auf dem Juicy Beats.

FestivalJuicy Beats
AustragungsortWestfalenpark Dortmund
Datum 29. und 30. Juli

Immer wieder berichten Frauen von Situationen, die beispielsweise mit Belästigung zu tun haben. Nicht selten passiert genau das auf musikalischen Veranstaltungen wie Festivals. Wann die großen NRW-Festivals stattfinden, hat RUHR24 zusammengefasst. Die Kampagne „Luisa“, die zum ersten Mal auf dem Juicy Beats angeboten wird, soll den Übergriffen auf dem Festival als konkretes Hilfsangebot entgegenwirken. Aber wie können Mädchen und Frauen die Frage „Ist Luisa da?“ einsetzen?

Beim Juicy Beats in Dortmund können sich Frauen an Luisa wenden

Die Kampagne „Luisa ist hier“ richtet sich an Frauen, die mit einer prekären Situation konfrontiert sind. Der Code-Satz hilft ihnen, aus dieser zu flüchten. Beispiele dafür können sexuelle oder verbale Belästigungen oder auch Unwohlsein aufgrund von Diskriminierung sein. Mit der Code-Frage „Ist Luisa hier?“ können sich Frauen dann direkt an das vorher geschulte Service-Personal wenden. 

Die Frage nach Luisa soll bezwecken, dass die Hilfe möglichst diskret ablaufen kann. So müssen sich Frauen, die das Hilfsangebot in Anspruch nehmen, nicht erst erklären. Das Service-Personal als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind über die Kampagne informiert und wissen sofort Bescheid.

Wenn die Frage „Ist Luisa hier?“ fällt, steht das Personal des Juicy Beats in Dortmund dann unmittelbar mit ihrer Unterstützung zur Verfügung und antworten mit „Ja, Luisa ist hier“. Nachdem ein sicherer Rückzugsort auf dem Festivalgelände angepeilt wurde, kann die Betroffene dann selbst entscheiden, welche Maßnahme getroffen werden soll. Das könnte das Benachrichtigen einer Person sein oder das Rufen eines Taxis.

„Luisa ist hier“ ist auf dem Juicy Beats und kommt ursprünglich aus Münster

Die Beratungsstelle Frauen-Notruf Münster e.V. hat das Projekt „Luisa ist hier“, inspiriert von einer Idee aus England, ins Leben gerufen. Nun findet „Luisa“ immer mehr Anklang in vielen deutschen Städten. Die Kampagne „Luisa“ ist nicht nur auf Festivals wie dem Juicy Beats zu finden, sondern richtet sich an alle möglichen Bereiche der Partyszene, wo es schnell zu übergriffigen Situationen kommen kann. Das sind in erster Linie Kneipen, Bars oder Clubs. Dort wird mit Plakaten auf das Angebot aufmerksam gemacht.

Die Kampagne soll in Kooperation mit einem Frauen-Notruf oder einer Frauenberatungsstelle der Region statt finden. Das ist wichtig als spätere Anlaufstelle für betroffene Frauen. In Dortmund können sich Frauen stets an die Frauen-Beratungsstelle Dortmund wenden (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

FRAUEN­BERATUNGS­STELLE DORTMUND

TELEFON: 0231 521008
Märkische Straße 212-218
44141 Dortmund

Telefonisch sind die Ansprechpartnerinnen des Beratungstelefons Montag, Mittwoch und Donnerstag von 09.00 – 12.00 Uhr und Dienstag von 13.00 – 16.00 Uhr erreichbar.

Rubriklistenbild: © Marcus Simaitis/dpa

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