Digitale Entwicklung vorantreiben

Ganz Dortmund bekommt schnelles Internet – dafür muss die Stadt ordentlich blechen

In Dortmund soll es bald überall schnelles Internet geben.
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In Dortmund soll es bald überall schnelles Internet geben.

Ein einwandfreier Zugang zu schnellem Internet ist in Dortmund derzeit noch nicht überall möglich. Das soll sich jetzt endlich ändern.

  • In einigen Gebieten in Dortmund ist schnelles Internet Mangelware.
  • Schön länger arbeitet die Stadt deshalb daran, den Breitbandausbau voranzutreiben.
  • Bald soll es im gesamten Stadtgebiet Zugang zu einer schnellen Internetverbindung geben.

Dortmund - Man könnte meinen, in einer Stadt wie Dortmund hätte im Jahr 2020 jeder jederzeit und überall Zugang zu schnellem Internet. Doch bisher gab es im Stadtgebiet stellenweise nicht überall eine einwandfreie Internetverbindung. An diesem Problem arbeitet die Stadt schon länger – jetzt kommt die Sache endlich ins Rollen.

Stadt

Dortmund

Fläche

280,7 km²

Bevölkerung

588.250 (2019)

Schnelles Internet in Dortmund: Probleme in einigen Gebieten

Aktuell sind in Dortmund 3.199 sogenannte Adresspunkte (ein Gebäude, nicht Haushalt oder Einzelanschluss) unterversorgt. Im gesamten Stadtgebiet gibt es von diesen Adresspunkten rund 108.000. Von einer Unterversorgung spricht man dann, wenn die maximale Internetanbindung unter 30 M/Bits (Downloadgeschwindigkeit) liegt. 

Diese Internet-Lücken, die sich in Dortmund in der ganzen Stadt auf verschiedene Gebiete verteilen, sollen nun abgebaut werden. Konkret bedeutet das, dass demnächst 7.532 Haushalte, 941 Unternehmen und 154 institutionelle Nutzer wie Schulen ans Glasfasernetz gebracht werden.

Dortmund: Flächendeckender Breitbandausbau soll überall für Internet sorgen

"Es war ein langer, schwieriger und von vielen Hürden geprägter Weg, den wir nun mit dem Abschluss des Vergabeverfahrens zu Ende gehen können", so Thomas Westphal (SPD), Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, in einer Pressemitteilung.

Zum Hintergrund: In Städten gibt es Gebiete, in denen Telekommunikationsunternehmen aus mangelnder Profitabilität den Breitbandausbau nicht vorantreiben. Die Stadt Dortmund hatte deshalb bereits vor drei Jahren einen Förderantrag für den Breitbandausbau für ein schnelles Internet vorgelegt.

Der Breitbandausbau in Dortmund soll nun ausgeweitet werden.

Stadt gibt Ausbau für schnelles Internet in Dortmund in Auftrag

"Wir haben uns von Anfang an auf einen Ausbau mit Glasfaser konzentriert, da diese Technik höhere Geschwindigkeiten und mehr Datenvolumen ermöglicht, als andere Lösungen", so Westphal weiter. Und die Bemühungen haben sich offenbar ausgezahlt: Endlich gibt es grünes Licht für schnelles Internet in ganz Dortmund.

Für das im Oktober 2018 gestartete Vergabeverfahren für den geförderten Breitbandausbau im Stadtgebiet hat die DOKOM21 den Zuschlag erhalten. Sobald die Fördermittelgeber Bund, Land sowie die Bundesnetzagentur die finalen Fördermittelbescheide erteilen, werde die Stadt das Unternehmen mit dem Ausbau beauftragen.

Schnelles Internet in ganz Dortmund kostete die Stadt Millionen

Um auch die unterversorgten Bereiche Dortmunds an das Breitbandnetz anzuschließen, wird der Ausbau laut den Angaben der Stadt mit insgesamt rund 97,3 Millionen Euro gefördert. Und auch die Stadt muss für das flächendeckende Internet tief in die Tasche greifen. Sie trägt zehn Prozent der Koste n, das macht mindestens 9,7 Millionen Euro aus. Der Rest werde durch Fördermittel finanziert.

Video: Internet-Ausbau: Katastrophales Ergebnis für Deutschland

Dies seien Kosten, die sich auch aus dem großen Umfang des Ausbaus ergeben. Dieser umfasst das Verlegen von insgesamt 3.275 Kilometern Glasfaserkabel im Stadtgebiet. Dafür sollen 430 Kilometer Tiefbauarbeiten durchgeführt und 103 Kilometer vorhandene Leerrohre genutzt werden (mehr News aus Dortmund auf RUHR24.de).

Dortmund will sich für Herausforderungen der digitalen Zukunft rüsten

Mit dem Internet-Ausbau geht die Stadt einen wichtigen Schritt in Richtung digitaler Zukunft: "Die Stadt Dortmund wird als Lebens-, Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort einen enormen Schub durch den geförderten Breitbandausbau erhalten und ist somit sehr gut für die zukünftigen Herausforderungen der digitalen Entwicklung gerüstet", so Thomas Westphal.

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