Ausbau gestartet

Dortmund: Turbo-Internet kommt bald – Stadt macht großes Versprechen

In ganz Dortmund soll es schon bald schnelles Internet geben. Der Ausbau ist jetzt gestartet. Nicht nur Privathaushalte sollen vom Highspeed-Internet profitieren.

Dortmund – Zugang zu schnellem Internet soll in Dortmund bald jeder Haushalt haben. Die Stadt arbeitet deshalb schon länger daran, den flächendeckenden Breitbandausbau voranzutreiben. Den Plänen folgen nun auch endlich Taten: Am Donnerstag (5. August) wurde der Ausbau für das Dortmunder Stadtgebiet eingeläutet.

StadtDortmund
Einwohner603.609 (2020)
Fläche280,7 km²

Schnelles Internet für ganz Dortmund: Ausbau im Stadtgebiet ist gestartet

Auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände „Knepper“ am Stadtrand zu Castrop-Rauxel gab es den ersten Spatenstich. Mit ihm wurde der fast 100 Millionen Euro teure Breitbandausbau begonnen. Was Dortmund konkret plant: In Zukunft sollen über die neuen Glasfaserleitungen auch jene Gebiete mit schnellem Internet versorgt werden, die derzeit nicht erschlossen sind.

Auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände „Knepper“ in Dortmund hat der schnelle Internetausbau begonnen.

Im August 2020 waren in Dortmund 3199 sogenannte Adresspunkte – das können Einfamilien- bzw. Mehrfamilienhäuser, Schulen oder Firmen sein – unterversorgt. Im gesamten Stadtgebiet gibt es von diesen Adresspunkten rund 108.000. Von einer Unterversorgung spricht man dann, wenn die maximale Internetanbindung unter 30 MBit (Downloadgeschwindigkeit) liegt. 

Jahrelange Planung für Internet in „Lichtgeschwindigkeit“ – Dortmunds OB verspricht sich „enormen Schub“

Nach jahrelanger Planung hat die Stadt Ende Juni den Vertrag mit der Dokom21 unter Dach und Fach gebracht. Nicht mal zwei Monate später wurden die ersten Bauanträge für den Breitbandausbau genehmigt, sodass es nun losgehen kann (mehr News aus Dortmund bei RUHR24 lesen).

„Ich freue mich, dass wir nach der Vertragsunterzeichnung vom Juni nun praktisch starten können“, sagt Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD). „Die Stadt Dortmund wird als Lebens-, Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort einen enormen Schub durch den geförderten Breitbandausbau erhalten“, so der OB weiter.

Knapp 3200 Adresspunkte in Dortmund sollen vom Highspeed-Internet profitieren

Dokom21 hat den Ausbau im Stadtgebiet in mehr als 90 Cluster unterteilt. Ganz Dortmund soll am Ende so vom schnellen Internet profitieren können. Glasfaser ist derzeit die technisch leistungsfähigste Telekommunikationsanbindung. Sie bietet im Gegensatz zu Kupferleitungen unbegrenzte Bandbreiten von bis zu 10 Gbit/s mehr und zeichnet sich durch hohe und stabile Übertragungsraten aus. Zudem gilt Glasfaser als zukunftssicher.

Die ersten Kilometer Glasfaser werden nun also in Dortmund verlegt. In vier Jahren sollen es dann Leitungen mit einer Gesamtlänge von rund 430 Kilometern sein, so plant die Dokom21. Die knapp 3200 Adresspunkte dürften nach Fertigstellung von dem Internet in „Lichtgeschwindigkeit“ profitieren.

Breitbandausbau in Dortmund: Schnelles Internet kostet rund 100 Millionen Euro

Übrigens: Der Breitbandausbau in Dortmund wird von verschiedenen Stellen gefördert. Von den rund 97 Millionen Euro kommen 48,5 Millionen Euro aus dem Bundesförderprogramm Breitband. Weitere 40 Prozent übernimmt die NRW-Landesförderung und der Eigenanteil der Stadt liegt bei zehn Prozent der Kosten.

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi/RUHR24, Guido Kirchner/dpa; Collage: RUHR24