Ausnahmezustand in der Innenstadt

Mann mit Rollator brutal in Dortmund angegriffen – Polizist kassiert fiesen Tritt

Der U-Turm – auch Dortmunder U genannt – in Dortmunds City.
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In der Innenstadt von Dortmund ist es zu einer Ausnahmesituation gekommen

In der Innenstadt in Dortmund ist es am Montag zu einer aggressiven Randale durch einen 23-jährigen Mann gekommen.

Dortmund - Nach Informationen der Polizei kam es am Montag (6. September) in der Nähe des Dortmunder Westparks zu einer Ausnahmesituation. Mehrere Polizeikräfte und Rettungseinheiten wurden zur Hilfe gerufen, als ein 23-Jähriger eskalierte und einen Mann mit Rollator attackierte. RUHR24 kennt die Details des Überfalls.

TatortDortmund an der Barmer Straße/Albrechtstraße
Zeitpunkt6. September gegen 20 Uhr
VorfallAuseinandersetzung zwischen Polizei und 23-jährigen

Mann randaliert in Dortmund und attackiert Passanten – Polizei greift ein

Um kurz nach 20 Uhr ging der erste Notruf bei der Polizei in Dortmund ein. Augenzeugen berichteten, wie ein aggressiver Mann auf einen Mann mit Rollator ohne Grund einschlug. Das 56-jährige Opfer habe dabei zuschauen müssen, wie der Täter seine Einkäufe auf der Straße verteilte und den Rollator umherwarf.

Dabei sei ein Auto stark beschädigt worden. Der 23-jährige Dortmunder sei völlig außer Kontrolle gewesen, als die Beamten eintrafen.

Dortmunder Polizei überwältigt Täter mit gezieltem Schlag gegen den Kopf

Der Randalierer habe Widerstand geleistet. Es habe mehrere Beamten gebraucht, um den Mann am Boden zu fixieren. Doch auch am Boden habe der Angreifer weiterhin versucht, die Polizisten zu verletzen und habe sich nach Kräften gewehrt. Ein gezielter Blendschlag mit einem Schlagstock gegen den Kopf habe die Situation beenden können. Das habe jedenfalls zunächst den Anschein gehabt.

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Dortmunder Überfall gerät außer Kontrolle: Mehrere Menschen wurden verletzt

Anschließend haben sich die Ereignisse überschlagen. Beim Versuch, den Mann auf die Beine zu helfen, habe dieser erneut angefangen sich zu wehren. Und das mit einem Tritt in den Genitalbereich eines Beamten. Beide – Polizist und der 23-Jährige – seien zu Boden gefallen. Dabei habe sich der Randalierer im Gesicht verletzt.

Letztendlich seien die Polizisten unter großen Kraftanstrengungen in der Lage gewesen, den 23-Jährigen auch noch an den Füßen zu fesseln.

Täter wird von der Dortmunder Polizei in die Psychiatrie eingewiesen

Weiterhin und auch in Anwesenheit der ihn versorgenden Rettungskräfte habe der Randalierer versucht, die um ihn stehenden Personen zu verletzen. Nur durch eine schnelle Reaktion sei ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes einem Kopfstoß ausgewichen.

Die Rettungskräfte brachten in ein Krankenhaus. Dort ist er von Ärzten und medizinischem Fachpersonal behandelt worden und wurde nach dem Psychisch-Kranken-Gesetz (PsychKG) in eine entsprechende Einrichtung verlegt.

Ein Strafverfahren wurde mittlerweile gegen den Mann eingeleitet. Dieser wird sich gegen eine Vielzahl von Straftaten verteidigen müssen: Körperverletzung, Tätlicher Angriff und Widerstand, Beleidigung auf sexueller Grundlage sowie Sachbeschädigung. (mehr News zu Kriminalität in NRW bei RUHR24).

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