Umstieg auf Bus und Bahn

Dortmund: Neues Parkleitsystem soll Fahrern das Auto in der City madig machen

Die Stadt Dortmund will mehr Autofahrer von der Straße in die Bahn locken. Dafür wird Ende August ein neues Parkleitsystem eingeführt.

Dortmund – Gut acht Monate nach Beginn der Bauarbeiten plant die Stadt Dortmund Ende August die Inbetriebnahme des neuen Parkleitsystems. Das geht aus einer Mitteilung des Tiefbauamts der Stadt hervor. Damit soll Autofahrern die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) schmackhafter gemacht werden.

StadtDortmund
BetriebDSW21
ThemaNeues Parkleitsystem

Dortmund: Neues Parkleitsystem soll Autos aus der Innenstadt fernhalten

In den vergangenen Jahren hat die Stadt die Vorbereitungen für das neue Parkleitsystem getroffen. Ingesamt wurden in diesem Jahr in der Innenstadt 64 neue LED-Anzeigen und weitere Schilder installiert. Autofahrer sollen sich in Zukunft an dem Parkleitsystem orientieren.

Das alte Parkleitsystem wurde bereits im Januar 2022 abgeschaltet. Mit dem neuen System erhofft sich die Stadt weniger Autos in der Innenstadt von Dortmund. Autofahrer sollen stattdessen auf einem der vier großen Park-and-Ride-Parkplätze parken und von dort aus den ÖPNV in die City nutzen.

Dortmund: Park-and-Ride-Parkplätze sind rund um die Innenstadt verteilt

Die vier Parkplätze sind rund um die Innenstadt verteilt. In das neue System eingebunden sind die Parkplätze Hafen in Dorstfeld, Schulte-Rödding in Eving, Hauptfriedhof in Wambel sowie der Parkplatz Westfalenpark (D1). Von hier aus sollen Autofahrer entspannt mit dem ÖPNV in die City kommen, verspricht die Stadt.

Die P+R-Anlagen sind bewusst für den Umstieg vom Auto in Bus und Bahn vorgesehen. Es lohne sich nicht, die Parkplätze für mehrere Tage oder das Bilden von Fahrgemeinschaften zu nutzen. Mit dieser Maßnahme will die Stadt den Dortmundern das Autofahren in die Innenstadt madig machen.

Dortmund: Kostenlose Bahnfahrt in die Innenstadt ist keine Option

Viele Menschen würden sich aus diesem Grund wohl eher eine kostenlose Bahnfahrt in die City wünschen. Doch das entspreche nicht dem Prinzip des neuen Parkleitsystems, so die Stadt. Man wolle Leute ansprechen, die nicht direkt aus Dortmunds Zentrum kommen und daher einen Teil der Strecke mit dem Auto fahren.

Dementsprechend seien auch die Standorte der P+R-Parkplätze gewählt. Alle Parkplätze liegen an großen Hauptstraßen. So solle die entsprechende Zielgruppe erreicht werden. Ein kostenloses Ticket für den ÖPNV würde dabei nicht helfen, behauptet die Stadt Dortmund (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Dortmund: ÖPNV-Nutzer können Parkplätze rund um die City kostenlos nutzen

Auch überfüllte Bahnen sollen im Zuge des neuen Parkleitsystems vermieden werden. DSW21 plane weiterhin den Ausbau des Verkehrsnetzes. Die Menschen sollen so von den Straßen in die Bahn gelockt werden. Außerdem möchte die Stadt die Entwicklung stoppen, dass immer mehr Anwohner die P+R-Plätze dauerhaft nutzen.

Eine der neuen LED-Tafeln steht am Königswall in der City.

Für die Nutzer des Nahverkehrs soll das Parken auf den Anlagen für 24 Stunden kostenlos sein, so die Stadt Dortmund. Mit einem gültigen ÖPNV-Ticket kann dort jeder einen Tag lang frei parken. Danach gilt die übliche Gebühr von 0,50 Euro pro Stunde beziehungsweise 6 Euro pro Tag. Gleiches gilt auch für Parkende ohne ÖPNV-Ticket.

Dortmund: Autofahrer sollen beim Weg in die Innenstadt auf die Bahn umsteigen

Noch sei nicht genau klar, welche Tickets für das kostenlose Parken genutzt werden können. Das kläre die Stadt derzeit mit DSW21 und anderen Partnern. Ziel sei es laut der Stadt, möglichst viele Tickets und auch Kombi-Tickets anzubieten. Außerdem werde es auch eine Abstimmung mit dem BVB geben, für die Nutzung der Parkplätze an Spieltagen.

Spätestens mit der Einführung der Kassensysteme und Schranken bis Ende des Jahres soll das Parkleitsystem fertig sein. Die Stadt Dortmund drängt mit dem neuen Parkleitsystem darauf, dass immer mehr Menschen auf dem Weg in die City das Auto stehen lassen.

Rubriklistenbild: © Christian Schön/Stadt Dortmund

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