Digitale Überraschung

Dortmund rüstet als erste NRW-Stadt City-Monitore um – sie sollen Leben retten

Die Polizei in Dortmund rechnet auch 2020 mit weniger Straftaten.
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Die Stadt Dortmund setzt jetzt auf diese Monitore und will damit Leben retten.

Überall in der Innenstadt von Dortmund stehen Monitore der Firma Wall. Die Stadt hat diese jetzt umrüsten lassen – und macht ein großes Versprechen.

Dortmund - Wer die City von Dortmund besucht, der wird sie mehr oder weniger beiläufig bemerkt haben: Große, rechteckige Monitore, die in der Regel Werbung anzeigen. An der Katharinenstraße zwischen dem Hauptbahnhof und dem Westenhellweg steht solch ein Screen zum Beispiel. Die Monitore wurden jetzt umgerüstet und sollen jedem Bürger helfen.

Stadt Dortmund
Einwohner603.609 (2019)
BundeslandNRW

Dortmund: Monitore der Firma „Wall“ in der Innenstadt sollen allen Bürgern helfen

Die Stadt Dortmund nutzt die Monitore der Firma Wall jetzt als digitales Katastrophenwarnsystem. Sie wurden kürzlich umgerüstet und sind mit einem bundeseigenen Warnsystem verbunden – dem MoWaS (Modulares Warnsystem).

Kommt es zu einer Katastrophe, werden Passanten über die Monitore künftig gewarnt. In solchen Fällen können die Screens helfen:

  • Terror,
  • Krieg,
  • Unwetter,
  • Feuer,
  • Hochwasser,
  • Austritt von Gefahrenstoffen.

Dortmund verfügt aktuell über zehn solcher Monitore. Kommt es zur Katastrophe, löst die Feuerwehr Dortmund die Meldung auf den Screens aus. Nur in Berlin, Wiesbaden und Hamburg gibt es diese Art von Warnung bereits. Dortmund ist also die erste Stadt in NRW, die ihre Bevölkerung über die Werbe-Screens warnen kann.

Dortmund: Monitore in der Innenstadt können Leben retten

Norbert Dahmen, Rechts- und Ordnungsdezernent der Stadt Dortmund sieht die Stadt nun mit der neuen technischen Möglichkeit „auf Augenhöhe“, was das zeitgemäße Warnen der Bevölkerung betrifft.

Norbert Dahmen (3. v. r.), Rechts- und Ordnungsdezernent der Stadt Dortmund, und weitere Beteiligte haben die Screens nun erfolgreich getestet.

Zusammen mit den Sirenen, die in Dortmund aktuell Schritt für Schritt über das gesamte Stadtgebiet installiert werden, sowie der Warn-App Nina, hat die Verwaltung nun mehrere Mittel, um die Bürger vor Gefahren zu warnen. Die Stadt hofft so, im Notfall Leben retten zu können.

Hier befinden sich die zehn Monitore in der Innenstadt von Dortmund:

  • Katharinensstraße (2),
  • Westenhellweg (4),
  • Ostenhellweg (3),
  • Petergasse (1)

Am Mittwoch (17. März) wurden die zehn Monitore erstmals über das neue Warnsystem bespielt. „Probewarnung, Kreisfreie Stadt Dortmund, es besteht keine Gefahr“, war am Vormittag darauf zu lesen. Bleibt zu hoffen, dass es vorerst nur bei dieser Meldung bleibt.

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