Ehefrau ebenfalls tot

Dortmund: Mann tötet seine Ehefrau und sich selbst – zuvor bat er um Hilfe

In Dortmund-Hörde hat sich am Samstag eine Familien-Tragödie zugetragen.
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In Dortmund-Hörde hat sich am Samstag eine Familien-Tragödie zugetragen.

Ein Mann und eine Frau sind am Samstagmorgen in Dortmund-Hörde gestorben. Eine Mordkommission wurde eingerichtet.

Update, Dienstag (14. Juni): Nach ersten Ermittlungen der Polizei hatte der 56-Jährige psychische Probleme und habe vor seiner Tat vergeblich um eine Aufnahme in die Psychiatrie gebeten, berichtet die DPA. Der Mann habe laut „Bild“ die psychiatrische Klinik in Dortmund am vergangenen Freitag (10. Juni) aufgesucht und angegeben, dass er den Drang verspüre, gegenüber sich und anderen Menschen gewalttätig zu werden. Die Klinik wies ihn mit der Bitte am Montag einen Hausarzt aufzusuchen ab.

Die Staatsanwältin Milena Klement teilte am Dienstag (14. Juni) mit, dass die Abweisung in der Fachklinik ebenfalls Teil der Ermittlungen sei. Zudem werden Zeugen zu den psychischen Problemen des Mannes befragt. Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es keine Hinweise auf Wahnvorstellungen. Die Obduktion seiner Ehefrau hat ergeben, dass 42-Jährige durch stumpfe Gewalteinwirkungen auf den Kopf starb.

Erstmeldung, Montag (13. Juni): Im Dortmunder Stadtteil Hörde hat sich nach ersten Erkenntnissen am frühen Samstagmorgen (11. Juni) ein tragisches Familiendrama ereignet. Dabei sind ein 56 Jahre alter Dortmunder und seine 42 Jahre alte Ehefrau gestorben. Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigten den Vorfall in einer Pressemitteilung.

Familiendrama in Dortmund-Hörde: Mann stirbt vor den Augen der Polizei

Nach Angaben der Polizei sei am frühen Samstagmorgen ein Anruf des 56-Jährigen eingegangen, der die Polizei darin um Hilfe gebeten habe. Als die Polizeibeamten am Wohnort des Dortmunders eingetroffen seien, habe der Mann sie ins Haus gelassen. Während sich die Beamten noch im Treppenhaus aufgehalten hätten, habe sich der Mann plötzlich aus einem Fenster seiner Wohnung gestürzt. Er sei noch vor Ort verstorben.

In der Wohnung hätten die Beamten dann die Ehefrau des Mannes schwer verletzt im Schlafzimmer vorgefunden. Doch obwohl sie umgehend ärztlich behandelt worden sei, habe man auch ihr nicht mehr helfen können. Die 42-Jährige sei wenige Stunden später in einem Dortmunder Krankenhaus an den Folgen ihrer schweren Verletzungen gestorben (mehr News aus Dortmund bei RUHR24.de)

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei habe der 56-Jährige in den vergangenen Monaten unter psychischen Problemen gelitten. Eine Mordkommission wurde eingerichtet. Die Polizei Dortmund hat einen ersten Verdacht geäußert, dass der Täter einen Suizid vollzogen haben könnte.

Wer Hilfe benötigt oder sich in einer vermeintlich ausweglosen Situation befindet, kann sich rund um die Uhr kostenlos an die Telefonseelsorge wenden: 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222.

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