Konkrete Pläne

Dortmund: Irre Pläne für Schwebebahn – überraschende Erweiterung kommt

Die Dortmunder H-Bahn bei der Technischen Universität Dortmund.
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Das Netz der H-Bahn in Dortmund könnte schon bald ausgebaut werden.

Die selbstfahrende Schwebebahn in Dortmund wird vor allem von Studenten genutzt, die vom Campus Nord schnell zum Campus Süd kommen wollen. Nun soll die Strecke ausgebaut werden.

Dortmund – Die H-Bahn in Dortmund an der Technischen Universität Dortmund verbindet Eichlinghofen und den Technologiepark. Doch das könnte schon bald nicht mehr die Endstation sein.

StadtDortmund
BundeslandNordrhein-Westfalen
Fläche280,7 km²
Einwohner588.250
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Dortmund: Das Netz der H-Bahn an der TU Dortmund soll ausgebaut werden

Seit 1984 ist die Schwebebahn in Betrieb – und weist eine Verfügbarkeit von ganzen 99 Prozent auf, erklärt DSW21 in einer Pressemitteilung. Perspektivisch soll nun das Netz der H-Bahn ausgebaut werden. Dazu soll eine Verbindung zwischen der S-Bahn-Haltestelle Dorstfeld und dem SmartRhino-Gelände an der Fachhochschule Dortmund entstehen (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

„Dass ein Ausbau der H-Bahn21 insbesondere das Kriterium eines möglichst hohen Innovationsgrades erfüllt, versteht sich von selbst. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir im Rahmen der Planung auch die positiven Effekte auf die Fahrgastkapazität und die Betriebsqualität deutlich machen werden“, erklärt DSW21-Verkehrsvorstand Hubert Jung.

Dortmund: Mit der Schwebebahn vom TU-Campus zum Stadion? Ausbau soll das möglich machen

Der Ausbau der H-Bahn soll vor allem eine neue Perspektive auf das Messezentrum und Barop bieten. Es werde nun untersucht, wie man eine Verbindung zum Wissenschafts-Campus und dem Technologiepark schaffen könnte. Vorrangig soll es dabei um eine Verknüpfung zur Stadtbahnlinie U42 gehen.

Die Stadt plant jedoch auch einen Ausbau an die Stadtbahnlinie U47, sowie die Verbindung zum Hafenquartier an der Speicherstraße – selbst Fredenbaum im Norden Dortmunds ist als Anschlusspunkt im Visier, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

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Dortmund: Verbindungen zur H-Bahn soll die Straßen und die Umweltverschmutzung entlasten

Auch ein Shuttle-Service zwischen den Parkplätzen auf dem Gelände der Universität, dem Stadion und Messezentrum könnte entstehen. Als Anschlusspunkte kommen die Haltestellen „Theodor-Fliedner-Heim“, „Am Beilstück“ oder „Barop Parkhaus“ infrage. Die Fahrgast-Verlagerung von der Straße auf die Schiene könnte eine signifikante Minderung des Schadstoff-Ausstoßes bedeuten.

„Unsere völlig schadstofffrei und autonom fahrende H-Bahn kann ein zentraler Mosaikstein bei der Verkehrswende sein“, sagt H-Bahn-Geschäftsführer Elmar Middeldorf.

Bisher verläuft die H-Bahn von Eichlinghofen bis zum Technologiezentrum. Könnte sie schon bald bis zum Fredenbaum führen?

Dortmund: Oberbürgermeister Thomas Westphal freut sich über Scheck vom Land NRW zum Ausbau

Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) hat erst kürzlich einen Förderbescheid vom Land NRW in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro bekommen. Rund 700.000 Euro davon soll in den Ausbau der H-Bahn gehen – damit übernimmt das Land rund 90 Prozent der Kosten an dem Projekt.

„Unsere Konzeption hat offensichtlich auch das Land und den VRR überzeugt. Es freut mich, dass wir nun mit voller Kraft an unserem Ziel weiterarbeiten können: den Ausbau unserer Klimabahnen – der Stadtbahn und auch der H-Bahn, die echte Dortmunder Zukunftstechnik war und noch immer ist. Unser Ziel ist eine klimagerechte Mobilität und ein gut vernetzter öffentlicher Personennahverkehr, um wirklich allen in Dortmund ein gutes Angebot zu machen. So gut, dass man es im Grunde kaum ausschlagen kann. Gute Nachrichten wie diese spornen uns bei der Umsetzung an“, so Westphal in der Pressemitteilung.