Dreharbeiten starten

Dortmund: Krebskranke 68er-Legende dreht Todes-Szene in historischem Bau

Dortmund wird Drehort für eine Dokumentation. Der Drehort ist ein besonderer: Er hat einen Weltkrieg unbeschadet überstanden. Im Mittelpunkt steht eine 68er-Legende.

Dortmund – Es gibt nicht viele schöne Gebäude in Dortmund, die den Zweiten Weltkrieg überlebt haben. Die Trauerhalle auf dem Dortmunder Hauptfriedhof gehört dazu. Jetzt ist ein Filmteam auf den imposanten Bau aufmerksam geworden.

NameRainer Langhans
Geboren19. Juni 1940 (Alter: 82 Jahre)
GeburtsortOschersleben (Bode), Sachsen-Anhalt

Dortmund: Trauerhalle wird Drehort für Doku über Rainer Langhans

Das 20 Meter hohe Gebäude ist Teil eines Ensembles aus Verwaltungsgebäude, Wohngebäude und einem Arkadengang mit offenem Hof. Bei Historikern und Kunstexperten geschätzt werden die reich verzierten Firste im Inneren des Baus. Doch während das Gebäude seit den 1920er Jahren unversehrt steht, kennen es nur wenige Dortmunder.

2019 wurde die Trauerhalle im Dortmunder Hauptfriedhof restauriert. Seitdem werde sie laut Stadt Dortmund besser wahrgenommen und auch als „eindrucksvolle Kulisse für kulturelle Veranstaltungen genutzt.“ Natürlich finden in der Halle hauptsächlich Trauerfeiern statt.

Dortmund: Langhans-Doku – Trauerhalle wird Drehort für skurrile Szene

Nun ist ein Filmteam auf das Gebäude aufmerksam geworden. Es möchte dort einen Teil des Films „Der Edelmensch – ein letzter Dokumentarfilm“ drehen. Dabei handelt es sich um einen Film mit und über Rainer Langhans (82) und seine Rolle in der 68iger-Bewegung sowie seine Vorbereitungen auf dessen Tod.

Rainer Langhans: Nach Filmdreh in Dortmund könnte 68er-Legende Tod sein

Zum Hintergrund: 2021 wurde bekannt, dass Rainer Langhans an Prostatakrebs leidet – einer aggressiven und wohl unheilbar Art der Krankheit. Das Filmteam geht deswegen davon aus, dass es sich um Langhans‘ letzten Film vor seinem Tod handelt.

Die Trauerhalle auf dem Hauptfriedhof in Dortmund wird zum Drehort für eine Langhans-Doku im TV.
Rainer Langhans wird an der Szene für die Doku über sein Leben selbt in der Trauerhalle in Dortmund zugegen sein und vor der Kamera stehen.

Am Montag (27. Juni) finden die Dreharbeiten in der Trauerhalle statt. Dafür werden noch Komparsen gesucht, die an einer großen Prozessionsszene oder einer Trauerfeier mit der 68er-Legende Langhans teilnehmen sollen.

Die Massenszene werde dem surrealen Film der 70er Jahre entsprechen. Alle Menschen und Altersgruppen seien willkommen. „Es werden Polizisten, Studenten, Hippies, Mönche, Zirkusartisten und weitere Rollen eingekleidet“, heißt es von der Produktionsfirma.

Dortmund: Filmdreh mit Rainer Langhans – Crew sucht Komparsen

Ein zweiter Drehtag könne dazukommen. Drehbeginn ist um 9 Uhr, das Drehende spätestens um 18 Uhr. Interessenten können sich direkt an das Filmteam wenden (Kontaktmöglichkeiten über Instagram: @langhans.keinedoku, E-Mail: systemlingsgbr@gmail.com oder direkt telefonisch unter 0176 30346733).

Rubriklistenbild: © Hans Blossey/Imago

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