Im Fokus der Bundespolizei

Dortmund: Polizeibekanntes Mädchen-Duo schlägt erneut zu – und attackiert Dienstwagen

Zwei Mädchen im Alter von 14 und 16 Jahren haben am Hauptbahnhof von Dortmund nachts für Ärger gesorgt. Die Drähte der Bundespolizei-Hotline liefen heiß. Jetzt artet der Fall weiter aus.

Update, Sonntag (26. September), 11.50 Uhr: In der Nacht zum Freitag (24. September) hatten zwei Mädchen mehr als 50-mal den Notruf gewählt. Bei den Anrufen beleidigten und beschimpften sie die Polizisten, ahmten Tierlaute nach oder legten direkt wieder auf. Wie die Dortmunder Polizei am Samstag (25. September) mitteilte, sind die beiden Jugendlichen jetzt erneut auffällig geworden.

Am Samstagmorgen (25. September) gegen 8.20 Uhr seien die beiden Mädchen bei der Bundespolizei im Dortmunder Hauptbahnhof vorstellig geworden. Die 14 und 16 Jahre alten Mädchen erklärten gegenüber den Beamten, ein Dienstfahrzeug der Bundespolizei mit einer Sektflasche beschädigt zu haben.

Der zerstörte Dienstwagen der Bundespolizei.

Teenager-Attacke auf Dienstwagen – Polizei geht von Vorsatz aus

Die Bundespolizisten stellten einen erheblichen Schaden an der Seitenscheibe fest. Auch die zerbrochene Glasflasche konnte sichergestellt werden. Es sei ein Versehen gewesen, bemerkte eines der Mädchen. Allerdings habe die 16-Jährige auch geäußert: „Man hätte noch eine weitere Scheibe einwerfen sollen“. Daher geht die Bundespolizei von einer vorsätzlichen Tat aus.

Die Mutter der 14-jährigen Bochumerin sowie das zuständige Jugendamt wurden über den erneuten Vorfall informiert. Beide Jugendliche wurden mittlerweile aus der Wache der Bundespolizei entlassen. Die Bundespolizisten leiteten Strafverfahren wegen Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel gegen die Teenager ein. 

Erstmeldung, Freitag (24. September): Dortmund – Offenbar aus purer Langeweile haben zwei Mädchen (14, 16) in der Nacht zu Freitag (24. September) die Bundespolizei am Hauptbahnhof von Dortmund zur Weißglut gebracht. Rund 50 Mal sollen sie den Notruf gewählt und dort sogar Notlagen vorgetäuscht haben. Und das ist längst nicht alles.

Dortmund: Telefon-Terror bei der Polizei – Mädchen mit Langeweile

Der Telefon-Terror begann laut Angaben der Polizei bereits um 18 Uhr am Donnerstagabend – und setzte sich bis 4 Uhr am folgenden Morgen fort. Die Mädchen sollen die Beamten der Polizei während der Anrufe beleidigt und beschimpft haben. Zwischenzeitlich sollen sogar Tiergeräusche nachgeahmt worden sein.

Gegen frühen Morgen am Freitag dann gelang es einem Polizisten, die beiden Mädchen in ein längeres Gespräch zu verwickeln. Dabei stelle sich heraus, dass sich die Minderjährigen in der Nähe des Dortmunder Hauptbahnhofs aufgehalten hatten.

Bundespolizei in Dortmund identifiziert Mädchen am Hauptbahnhof

Via Videoüberwachung konnten die Mädchen schließlich identifiziert werden. Sie wurden in Folge auf die Wache der Bundespolizei genommen, wo sie zugaben, die Anrufe getätigt zu haben. Die Anruflisten waren jedoch bereits gelöscht. Die Mobiltelefone der Mädchen wurden als Beweismittel sichergestellt.

Besonders schockierend: Bei der 14-Jährigen aus Bochum fand die Bundespolizei eine Ecstasy-Tablette. Das Mädchen wurde schließlich in die Obhut ihrer Mutter übergeben. Die 16-Jährige kam in die Jugendschutzstelle. Sie ist wegen Missbrauchs von Notrufeinrichtungen „hinreichend polizeibekannt“, teilt die Bundespolizei mit.

Die Bundespolizisten leiteten jeweils ein Strafverfahren wegen Missbrauch von Notrufen sowie den Verstoß gegen das Betäubungsmittel ein.

Rubriklistenbild: © picture alliance/RHR-FOTO/Dennis Ewert, Bundespolizei; Collage: RUHR24

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