Einsatz der Bundespolizei

Dortmund Hauptbahnhof: Mann (23) bespuckt Polizisten und tritt einem zwischen die Beine

Am Hauptbahnhof Dortmund hat am Freitag (8. November) ein 23-Jähriger randaliert. Später stellte sich heraus, warum.

  • Ein 23-Jähriger aus Somalia ist am Hauptbahnhof in Dortmund ausgerastet.
  • Nach einer Kontrolle bespuckte er zwei Polizisten und trat einem in die Genitalien.
  • Der Mann soll sich mit verschiedenen Identitäten in Deutschland aufhalten.

Hauptbahnhof Dortmund: Polizei-Kontrolle eskaliert

Eigentlich wollten die Beamten nur seine Identität feststellen. Doch plötzlich rastete der 23-Jährige am Hauptbahnhof in Dortmund völlig aus. Er bespuckte mehrere Bundespolizisten und trat einem von ihnen zwischen die Beine.

Die Beamten wurden gegen 21 Uhr zu einem Zug im Hauptbahnhof Dortmund gerufen. Der Mann aus Somalia war im Intercity von Hagen nach Dortmund aufgefallen, weil er kein Ticket hatte. Da er keinen Ausweis vorzeigen wollte, nahmen die Polizisten ihn mit zur Wache.

Dortmund: Mann (23) spuckt Polizisten am Hauptbahnhof ins Gesicht

Doch anstatt sich Fingerabdrücke abnehmen zu lassen, versuchte er nach Angaben der Polizei, den Scanner mit Fußtritten zu beschädigen. Kurz darauf spuckte er einem 43-jährigen Beamten auf die Uniform und ins Gesicht. Dieser ekelte sich derartig, dass er sich mehrfach übergeben musste.

Also zogen die Polizisten dem Mann eine Spuckschutzhaube über. Weil sich der 23-Jährige auch in der Zelle nicht beruhigte, versuchten ihn die Beamten in Polizeigewahrsam zu bringen. Doch das lief nicht ganz wie geplant.

Denn auf dem Weg zum Streifenwagen konnte der junge Mann sich die Haube abstreifen. Dann bekam ein 25-jähriger Polizist eine weitere Spuck-Attacke in die Augen ab. Anschließend trat der renitente 23-Jährige ihm zwischen die Beine. Erst zwei weiteren Bundespolizisten gelang es, den Somalier zu überwältigen und ins Gewahrsam der Polizei Dortmund einzuliefern.

Bundespolizei Dortmund: Mann aus Somalia soll fünf verschiedene Identitäten besitzen

Ermittlungen ergaben den Grund, warum der Mann sich so vehement geweigert hatte, zu kooperieren: Er hält sich demnach mit gleich fünf verschiedenen Identitäten in der Bundesrepublik auf. Einen echten Aufenthaltstitel besitzt er jedoch nicht. Außerdem liegt gegen ihn ein Hausverbot vor. Denn laut der Bundespolizei Dortmund steht er im Verdacht, in einer Flüchtlingsunterkunft in Süddeutschland eine Brandstiftung begangen zu haben.

Jetzt erwarten ihn weitere Verfahren wegen Beleidigung, unerlaubten Aufenthalts und tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte. Nach Rücksprache mit der Justiz sei er später mit der Auflage, sich bei der Ausländerbehörde zu melden, aus dem Gewahrsam entlassen worden.

In Dortmund am Hauptbahnhof musste die Bundespolizei Anfang Dezember ein Pärchen verhaften. Der Mann hatte die Frau geschlagen. Die ganze Geschichte hatte jedoch einen traurigen Hintergrund. 

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