Es gibt schon mögliche Käufer

Hans im Glück vor dem Verkauf: Was wird aus der Filiale in Dortmund?

Die Burger-Kette Hans im Glück steht vor dem Verkauf. Angeblich gibt es bereits Interessenten. Doch was bedeutet das für die Filiale in Dortmund?

  • Die Burger-Kette Hans im Glück soll vor dem Verkauf stehen.
  • Davon ist auch die Filiale in Dortmund betroffen.
  • Eine andere bekannte Kette könnte jetzt die Burger-Kette aufkaufen.

Dortmund - Wie geht es weiter mit der beliebten Burger-Kette Hans im Glück? Derzeit soll das Franchise-Unternehmen vor dem Verkauf stehen. Davon betroffen ist auch die Filiale in der Dortmunder Innenstadt.

Hans im Glück vor dem Verkauf: Filiale in Dortmunder Innenstadt eröffnete erst 2018

Erst im Jahr 2010 wurde die Kette gegründet, mit schnell wachsendem Erfolg. Wie die Westfalenpost mitteilt, soll sich Thomas Hirschberger, Gründer und Mehrheitsgesellschafter "in fortgeschrittenen Gesprächen über den Verkauf seines 90 prozentigen Anteils an einen neuen Gesellschafterkreis" befinden. Das teilte ein Sprecher von Hans im Glück der Westfalenpost mit.

Derzeit gibt es 81 Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ende 2018 eröffnete auch ein Restaurant in Dortmund. Das Konzept sieht vor, dass die einzelnen Filialen grundsätzlich von eigenständigen Betriebsleitern geführt werden.

2019 expandierte Hans im Glück noch ins Ausland

Im Jahr 2019 lief es eigentlich noch sehr gut für Hans im Glück. So konnten sie ein Plus von 22,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Grund für Hirschberger, seine eigentliche Erfolgsgeschichte auch im Ausland weiterzuführen.

So betreibt Hans im Glück in Singapur vier Filialen. In der Schweiz werden in drei Filialen Burger gebraten und auch Österreich ist mit einem Restaurant vertreten. Kunden müssen sich jetzt allerdings keine Sorgen machen, dass es bald keine Burger mehr auf dem Grill geben wird.

Verkauf wird keine Auswirkungen auf Filialen von Hans im Glück haben

"Sollte es zu einem Verkauf kommen, wird dieser keine Auswirkungen auf den Betrieb der Hans im Glück Burgergrill Restaurants haben", teilte ein Sprecher von Hans im Glück der Westfalenpost mit. So können sich auch die Dortmunder sicher sein: Ihr Restaurant auf dem Hansaplatz in der Innenstadt wird bleiben.

Dennoch soll die Burger-Kette verkauft werden. Doch das ist gar nicht mal so einfach. Laut Handelsblatt liegt der Kaufpreis der Kette bei rund 26 Millionen Euro. Allerdings müssten davon auch noch hohe Abzüge, beispielsweise an drei Geschäftsführer, gezahlt werden. So könnte der Kauf unterm Strich sogar ein Minusgeschäft werden.

Übernehmen Backwerk-Gründer die Filialen von Hans im Glück?

Ein möglicher Käufer steht allerdings schon im Raum - und diese sind keine Unbekannten. So haben die Gründer der Bäckereikette Backwerk gute Chancen, den Kauf des Unternehmens bewilligt zu bekommen. 

Im Jahr 2018 gab Thomas Hirschberger zehn Prozent seines Unternehmens an Gerd Bühler ab. Dieser stieg mit 6,5 Millionen Euro in das Unternehmen ein. Er besitzt somit ein Vorkaufsrecht und hat auch genau das mit den beiden Backwerk-Gründern Dirk Schneider und Hans-Christian Limmer vor.

Gründer von Hans im Glück gründete auch Cocktailbar-Kette Sausalitos

Für Hirschberger ist es bereits die zweite Kette in der Gastronomie, die er verkaufen muss. Im Jahr 2014 trennte sich der Unternehmer von der Cocktailbar-Kette Sausalitos. Diese hatte er 1994 gegründet. Allerdings ging der Verkauf nicht ganz so reibungslos über die Bühne, wie er vermutlich gehofft hatte.

Sausalitos warf Hirschberger im Jahr 2017 vor, eigene Führungskräfte abgeworben zu haben. Daher forderte die Cocktail-Kette eine Entschädigung in Millionenhöhe. Am Ende konnten sich beide Seiten auf einen Vergleich einigen. Allerdings musste Hirschberger seine Rechte abtreten.

Hans im Glück im Rechtsstreit mit Burger-Konkurrent Peter Pane

Das Jahr 2017 war für Hirschberger aber nicht nur wegen des Zerwürfnisses mit Sausalitos ein anstrengendes Jahr. So führte er zeitgleich auch noch einen Rechtsstreit mit der Burger-Kette Peter Pane. Ein Jahr zuvor kam es zum großen Streit mit dem Partnerunternehmen Paniceus.

Als Reaktion gründete dessen Geschäftsführer Patrick Junge die Burger-Kette Peter Pane und verklagte anschließend Hans im Glück. Kurze Zeit später drehte sich der Spieß und Hans im Glück verklagte Peter Pane. 2017 beendeten die beiden Burger-Ketten jedoch ihren Streit.

Rubriklistenbild: © Anna Quasdorf/RUHR24

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