Mieterverein freut sich

Hannibal II in Dortmund: Umbau – so geht es jetzt weiter

Das Hochhaus "Hannibal II" in Dortmund wurde 2017 wegen Brandschutzmängeln geräumt.
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Das Hochhaus "Hannibal II" in Dortmund wurde 2017 wegen Brandschutzmängeln geräumt.

Schon vor Jahren wurde die Wohnanlage Hannibal II in Dortmund geräumt. Jetzt sollen endlich Pläne für den Umbau vorliegen.

Dortmund – Wegen Brandschutzmängeln mussten die Mieter des Hannibal II-Gebäudes in Dortmund bereits 2017 plötzlich ihre Wohnungen räumen. Seitdem ist kaum etwas passiert, das Gebäude verfällt zunehmend. Doch jetzt soll es Licht am Ende des Tunnels geben.

StadtDortmund
Einwohner588.250 (2020)
Fläche280,7 km²

Dortmund: Pläne für das Gebäude Hannibal II stehen endlich

Die Stadt Dortmund hat nämlich bereits am Freitag (20. November) mitgeteilt, dass die Sanierung der Wohnanlage in Dortmund-Dorstfeld genehmigt wurde. Die aktuellen Eigentümer, die Lütticher 49 Properties GmbH, habe ein Brandschutz- und Sanierungskonzept vorlegt.

Insgesamt sind 412 Wohnungen in dem Gebäude Hannibal II betroffen. Die Anlage ist in vier Wohnblöcke unterteilt. Daher sei es auch möglich, die Baumaßnahmen abschnittsweise umzusetzen, wie der Mieterverein Dortmund berichtet. Allerdings verwahrlost das Hannibal II Gebäude in Dortmund seit mittlerweile drei Jahren. Es könnten zwischenzeitlich noch mehr nötige Reparaturen angefallen sein.

Hannibal II: Fertigstellung der Sanierung in Dortmund ungewiss

„Die erteilten Baugenehmigungen sind die zentralen Voraussetzungen damit eine Sanierung des Hannibal II überhaupt beginnen kann. Das ist eine sehr gute Nachricht“, meint Tobias Scholz, Sprecher des Mietervereins Dortmund in einer Pressemitteilung. „Nun liegt die Verantwortung bei dem Eigentürmer, die Arbeiten kurzfristig auszuschreiben und mit diesen zu beginnen.“

Wann die Baumaßnahmen bei Hannibal II tatsächlich umgesetzt werden, ist ungewiss. Und auch, wann die Sanierung abgeschlossen sein könnte, ist völlig unklar. Der Mieterverein Dortmund plant eine Mieterversammlung, sobald die Ankündigungen hierzu konkreter werden.

Wie der WDR berichtet, dauert der Rechtsstreit zwischen dem Eigentürmer und der Stadt an. Demnach hat der Eigentürmer gegen die Räumung von Hannibal II geklagt. Dabei soll es auch um ausgefallene Mieteinnahmen gehen.

Dortmund: Ehemalige Mieter von Hannibal II könnten noch Kosten geltend machen

Laut dem Mieterverein Dortmund sind allerdings die ehemaligen Mieter von Hannibal II die großen Verlierer. Für sie sei die plötzliche Räumung vor drei Jahren eine „große Herausforderung“ gewesen. Allerdings könnten sie bis zum Ende des Jahres noch einige Kosten aus dieser Zeit geltend machen. Danach greift die Verjährung.

Die mögliche Erstattung der Kosten betrifft mehrere Bereiche. Darunter Umzugskosten, Kosten für Ersatzunterkünfte wie Ferienwohnungen oder Hotels oder auch die Differenz zur alten Miete, falls die neue Wohnung teurer ist.

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