Regionalbahn nach Dortmund

Angriff im Zug: Mann soll Fahrschein zeigen - dann rastet er aus

In Dortmund ist ein Zugbegleiter angegriffen worden.
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In Dortmund ist ein Zugbegleiter angegriffen worden.

Im Zug von Hamm nach Dortmund ist es zu einem Übergriff auf einen Zugbegleiter gekommen. Ein Mann ohne Fahrschein soll versucht haben, ihn zu würgen.

  • In einem Zug von Hamm nach Dortmund soll ein Mann einen Zugbegleiter angegriffen haben.
  • Der 31-Jährige soll versucht haben, den Mitarbeiter der Deutschen Bahn zu würgen.
  • Doch der hatte Glück im Unglück - denn Hilfe war nah.

Dortmund - Das Leben von Zugbegleitern ist oft nicht einfach: Regelmäßig haben sie mit unfreundlichen Fahrgästen und Passagieren ohne Fahrschein zu kämpfen. Wenn die dann auch noch gewalttätig werden, ist der Schlamassel perfekt.

Zug nach Dortmund: Fahrgast ohne Ticket rastet aus

Genau so eine Situation hat ein Zugbegleiter in einem Regionalexpress von Hamm nach Dortmund erlebt. Wie die Polizei in einer Pressemitteilung berichtet, wollte er am Samstag (11. Januar) einen Fahrgast kontrollieren. Doch der verhielt sich nicht so, wie man es von einem normalen Passagier erwarten würde.

Das Problem: Der Mann hatte scheinbar keinen gültigen Fahrschein - und griff den Bahn-Mitarbeiter wohl deshalb an. Doch es blieb nicht bei einem verbalen Angriff. Der 31-Jährige soll sogar versucht haben, seinen Gegenüber zu würgen.

Dortmund: Übergriff im Zug - Bahn-Mitarbeiter schreitet ein

Das gelang dem aggressiven Fahrgast zum Glück aber nicht. Denn: "Ein auch im Zug befindlicher DB-Mitarbeiter konnte einschreiten und die Auseinandersetzung beenden", heißt es von der Polizei.

Am Hauptbahnhof Dortmund übergaben die beiden Männer den Angreifer dann an die Beamten. Ihm droht jetzt eine Strafe wegen Körperverletzung und Erschleichen von Leistungen.

Video: Aggressiver Schwarzfahrer will Strafe nicht zahlen

Regelmäßig gibt Übergriffe auf Zugbegleiter in dr Deutschen Bahn 

Der Übergriff auf den Zugbegleiter in Dortmund ist keine Ausnahme: Laut Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) kam es im Verbundbereich allein im Jahr 2018 zu über 3.800 solchen Taten. Meistens geht es dabei um Beleidigung oder Bedrohung.

Doch auch körperliche Gewalt ist keine Ausnahme. So wurde zum Beispiel im Januar 2019 eine Bahn-Mitarbeiterin im RE1 angegriffen. Das Ergebnis: Eine zerrissene Uniform und blutende Wunden. Insgesamt wurden 2018 im VRR-Gebiet 145 Zugbegleiter körperlich angegriffen - 33 von ihnen sogar verletzt. 

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