Raser (33) nach Verfolgungsjagd in Dortmund verurteilt - fast 3 Jahre Haft und lebenslanges Fahrverbot!

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Phoenix West in Dortmund, Skywalk. Foto: Malin Schneider/RUHR24

Dortmund/NRW - Ein vorbestrafte Raser (33) muss nach einem Vorfall in Dortmund für fast drei Jahre ins Gefängnis - und verliert auf ewig seinen Führerschein.

Die Polizei macht kurzen Prozess mit Rasern! Jetzt wurde ein 33-Jähriger, der in Dortmund einmal zu oft zu kräftig aufs Gaspedal gedrückt hat, zu fast drei Jahren Gefängnis und lebenslangem Entzug des Führerscheins verdonnert.

  • Bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei Dortmund erreichte der Mann bis zu 130 km/h
  • Die Polizei lässt im Kampf gegen Raser nicht locker.

Das ist ein klares Signal nach außen: Gefängnis und die Fleppe auf ewig futsch! Für einen 33-jährigen Mann ist es jetzt vor Gericht ganz dicke gekommen. Zwei Jahre und zehn Monate Haft ohne Bewährung und eine lebenslange Führerscheinsperre sind das Ergebnis einen Prozesses vor dem Dortmunder Amtsgericht. Das ist die erste lange Haftstrafe, nachdem die Polizei Dortmund einen Raser gefasst hat.

Was war geschehen? Der Vorbestrafte Autofahrer war im Dezember 2018 auf dem Phoenix-West-Gelände in Dortmund zu schnell unterwegs, lieferte sich dort ein Rennen mit der Polizei.

Raser liefert sich Verfolgungsjagd mit Polizei in Dortmund

Bei der Verfolgungsjagd erreichte der Mann bis zu 130 km/h - bei erlaubtem Tempo 50. Phoenix-West gilt als Treffpunkt für Tuner - und immer wieder auch Raser, die sich dort Rennen liefern. Die Polizei ging zuletzt immer wieder dagegen vor.

Der Erfolg vor dem Dortmunder Amtsgericht ist Wasser auf die Mühlen der Ordnungshüter. Der Leitende Polizeidirektor Ralf Ziegler als Chef der Direktion Verkehr: "Wir werden nicht zulassen, dass respektlose Raser die Straßen in unserer Stadt und auf den Autobahnen als Rennstrecke missbrauchen und andere Verkehrsteilnehmer gefährden."

Immer wieder illegale Rennen in Dortmund

Das Urteil für den 33-Jährigen will die Polizei in Dortmund als Warnung an Raser verstanden wissen. Denn immer noch wöchentlich muss sie Raser aus dem Verkehr ziehen. Vor allem auf dem Wallring in der Innenstadt gefährden die Kriminellen auch das Leben anderer Verkehrsteilnehmer.

Gefängnis ist ein besonders krasses Beispiel für Strafen, die Raser in Dortmund erhalten. In anderen Fällen mussten zwei Raser 1200 Euro (ein ganzes Monatsgehalt) und 2500 Euro zahlen. Ein Beteiligter an dem vor Gericht verhandelten Rennen kassierte ein acht Monate dauerndes Fahrverbot - für wenige Sekunden im Temporausch bei 130 km/h nachts in einer Linkskurve auf dem Südwall.

Ralf Ziegler: "Mit eigenen Beobachtungen und Videotechnik arbeiten wir daran, immer eine klare Beweislage zu schaffen. Raser verlieren dann spätestens vor Gericht ein Rennen und bekommen die Konsequenzen ihres Verhaltens zu spüren. Sie sollten wissen: Einen Blechschaden kann man reparieren. Aber ein Menschenleben ist unbezahlbar."

In einer früheren Version dieses Artikels hatten wir das Urteil dem Landgericht Dortmund zugeschrieben. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.