Lokale Verkehrswende

Dortmund setzt nächsten Meilenstein für Ausbau der H-Bahn

Die Dortmunder H-Bahn verbindet den Nord- und Südcampus der TU Dortmund. Jetzt soll die Strecke erweitert und mit neuen Wagen ausgestattet werden.

Dortmund – Die H-Bahn im Dortmunder Universitätsviertel verbindet derzeit den Campus Süd in Dortmund-Eichlinghofen mit dem Campus Nord und dem Technologiezentrum in Barop. Die Betreibergesellschaft der Bahn, H-BAHN21, forciert jetzt einen Ausbau der Strecke – auch mit Blick auf das neugestaltete Quartier am Dortmunder Hafen.

VerkehrsmittelH-Bahn in Dortmund
BetreiberDSW21, H-BAHN21
PläneStreckenausbau und Modernisierung

Land NRW fördert Studie zur Erweiterung der H-Bahn in Dortmund

Geplant ist eine Erweiterung der H-Bahn nach Barop. Außerdem sollen der S-Bahnhof in Dorstfeld und der modernisierte Hafen erschlossen werden. Darüber hinaus wollen die Betreiber von H-BAHN21 mit einer neuen Fahrzeuggeneration an den Start gehen. Der erste Schritt dafür ist eine Machbarkeitsstudie. Wie die zuständige Muttergesellschaft DSW21 in einer Pressemitteilung bekannt gegeben hat, wird diese Studie vom Land NRW gefördert.

„Mit der abgeschlossenen Machbarkeitsstudie, deren Ergebnisse spätestens Ende 2023 vorliegen sollen, kann man im Prinzip schon fast den Fahrzeugbau einläuten“, kündigt Elmar Middeldorf, Geschäftsführer von H-BAHN21, an. Die Machbarkeitsstudie soll vom NRW-Verkehrsministerium mit 500.000 Euro gefördert werden.

Neue H-Bahn-Waggons sollen Verkehrswende in Dortmund forcieren

Die Studie beinhaltet ein Konzept für ein neues Automatisierungssystem für die H-Bahn sowie das entsprechende Zulassungskonzept. Ein Automatisierungssystem lässt komplexe Vorgänge automatisch ablaufen und wird bereits bei S- und U-Bahnen eingesetzt. Laut den H-Bahn-Betreibern ist ein neues, „hocheffizientes“ Automatisierungssystem Voraussetzung, um das Ausbauprojekt zu realisieren.

„Wir arbeiten an einem neuen technischen Fundament, welches das Verkehrsmittel H-Bahn auf ein neues Level hieven und somit der Verkehrswende und dem Klimaschutz einen wichtigen Impuls verleihen kann“, verspricht Elmar Middeldorf. Die neuen Wagen und die Ausbaustrecken sollen bei der Verkehrswende eine wichtige Rolle spielen, sagt auch Hubert Jung, Verkehrsvorstand von DSW21.

Modernisierungsplan sieht schadstofffreie H-Bahn-Waggons in Dortmund vor

Die neuen H-Bahn-Fahrzeuge sollen in Zukunft über höhere Kapazitäten verfügen. Die Betreibergesellschaft verspricht den Passagieren außerdem eine spürbar verbesserte Betriebsqualität und Leistungsfähigkeit. Wie bisher sollen die Waggons völlig autonom fahren und zudem komplett schadstofffrei sein.

Geht es nach den Planern, sollen die Waggons der Zukunft dann auch auf neuen Streckenabschnitten in Dortmund verkehren. Die H-Bahn soll bald den Universitätscampus mit der Stadtbahn in Barop verbinden. Dort soll dann für Fahrgäste Anschluss an die Linie U42 bestehen.

Ein Entwurf des neuen Fahrzeugmodells von H-BAHN21.

H-Bahn-Strecke erschließt modernisierte Viertel im Dortmunder Norden

Außerdem soll die H-Bahn in Zukunft auch mehr im Dortmunder Norden unterwegs sein. Der S-Bahnknotenpunkt in Dorstfeld soll erschlossen werden. Durch das neue Quartier „Smart Rhino“ im Unionviertel wird die H-Bahn laut Planung bis zum neuen Hafenviertel fahren. Im „Smart Rhino“-Quartier ist die Ansiedlung der Fachhochschule Dortmund mit über 25.000 Studenten geplant.

Derzeit werden noch Verkehrsgutachten erstellt, um den Ausbau der H-Bahn-Strecken voranzutreiben. Die Gutachten werden ebenfalls vom Land NRW gefördert. Laut DSW21 sollen die Ergebnisse dazu gegen Ende des Jahres vorliegen. Spätestens Ende 2023 seien auch die Resultate der Machbarkeitsstudie da.

Danach könne die Modernisierung nach Angaben der Betreibergesellschaft starten. Der neue Standort der Fachhochschule im Unionsviertel und das moderne Hafenviertel sollen dann einfach mit der H-Bahn zu erreichen sein. Damit wollen die Stadt Dortmund und DSW21 einen weiteren Schritt in Richtung eines nachhaltigen ÖPNV gehen (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

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