Gespenstischer Abdruck in Dortmunder U-Bahn-Tunnel: DSW21 stellt Anzeige

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Wer den Abdruck wann an die Tunnelwand am "Westentor" gebracht hat, ist noch unklar. Foto: Florian Forth/RUHR24

Dortmund/NRW - In der U-Bahn-Haltestelle "Westentor" in Dortmund ist derzeit ein gespenstischer Abdruck zu sehen. Doch wie kam er dorthin? Die DSW21 erstattet Anzeige.

Dortmund. In der U-Bahn-Haltestelle "Westentor" ist gegenüber des Bahnsteigs derzeit ein gespenstischer Abdruck an der Tunnelwand zu sehen. Die DSW21 erstattet Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den öffentlichen Nahverkehr.

  • Unbekannter hinterlässt Abdruck an Tunnelwand hinter den Gleisen
  • DSW21 stellt Anzeige
  • Immer wieder Vandalismus an Zügen und Stationen

Der Abdruck eines Rückens mit Kopf und abgespreizten Armen ist derzeit an der Haltestelle "Westentor" zu sehen. Dort hat sich offenbar eine Person gegen die Tunnelwand gelehnt und so die gespenstischen Spuren im Schmutz der Wand hinterlassen.

Das Gefährliche daran: Dafür musste der Unbekannte vom Bahnsteig springen und die Gleise überqueren. Wann genau das passiert ist, ist noch unklar.

DSW21: Eher Sachbeschädigung statt Kunst im Tunnel

Was wohl als Scherz oder urbanes Kunstwerk gedacht sein muss, kommt beim Stadtbahnbetreiber DSW21 gar nicht gut an. Statt um Kunst handele es sich vermutlich eher um Sachbeschädigung, sagt ein Unternehmenssprecher gegenüber RUHR24.

Noch schwerwiegender sei aber der gefährliche Eingriff in den öffentlichen Personennahverkehr. Darum will das Unternehmen jetzt Strafanzeige gegen Unbekannt stellen.

Es besteht auch Gefahr für andere

Denn die Person hat sich bei der Aktion nicht nur selbst in Gefahr gebracht: "Wer unbefugt den Gleisbereich betritt, begibt nicht nur sich selbst in große Gefahr, sondern gefährdet auch andere", sagt Marc Weigand, DSW21-Sprecher.

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Ist jemand im Gleis, wenn der Zug einfährt, muss der Fahrer die Notbremse ziehen. Was für den Verursacher lebensgefährlich ist, kann auch für Fahrgäste schlimm enden. Bei Vollbremsungen kommen sie häufig zu Fall und verletzen sich.

Woher auch immer der Abdruck kommt: Er wird wohl in Kürze entfernt werden.

Immer wieder Vandalismus an Zügen und Haltestellen

Immer wieder kommt es auch in Dortmund zu Vandalismus - etwa am neuen RRX. Zuletzt sorgte auch ein Graffiti-Bombing für Aufsehen. Die Täter zu fassen gelingt nur selten.

Dafür soll es künftig schnelleres Internet und englische Ansagen in den Bahnen geben.