Gesamtschule in Dorstfeld mit Hakenkreuzen beschmiert - Staatsschutz ermittelt

Die Martin-Luther-King-Gesamtschule in Dortmund-Dorstfeld. Foto: Martin Nefzger/RUHR24
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Die Martin-Luther-King-Gesamtschule in Dortmund-Dorstfeld. Foto: Martin Nefzger/RUHR24

Dortmund/NRW - Die Martin-Luther-King-Gesamtschule in Dortmund-Dorstfeld ist mit Hakenkreuzen beschmiert worden. Der Staatsschutz ermittelt. Hier alle Infos.

Die Martin-Luther-King-Gesamtschule in Dortmund-Dorstfeld ist mit verfassungsfeindlichen Symbolen beschmiert worden. Auch ein Plakat der Partei "Die Linke" wurde beschädigt. Der Staatsschutz ermittelt.

Wie die Polizei Dortmund am Montag (20. Mai) mitteilt, haben unbekannte Täter die Wände der Schule an der Straße Fine Frau sowie ein großes Wahlplakat der Partei "Die Linke" beschmiert.

Ein anderer Jugendlicher nutzte die Bäume im Westpark Dortmund als Leinwand für seine Hakenkreuz-Schmierereien.

Der Hausmeister der Schule hatte die Hakenkreuze am Montagmorgen an mehreren Gebäuden der Gesamtschule gefunden. Ein drei mal zwei Meter großes Wahlplakat an der Wittener Straße (Höhe Hausnummer 97) wurde zusätzlich mit SS-Runen bemalt.

Gesamtschule ist "Schule ohne Rassismus"

Vermutlich beschmierten die Täter Schule und Plakat in der Nacht auf Samstag (18. Mai) zwischen 22 Uhr und 9 Uhr. Jetzt ermittelt der Staatsschutz.

Die Martin-Luther-King-Gesamtschule in Dorstfeld ist nicht nur nach dem afroamerikanischen Bürgerrechtler benannt. Sie ist auch "Schule ohne Rassismus" und legt damit einen Schwerpunkt auf Toleranz.

Jetzt sucht die Polizei Dortmund Zeugen der Tat. Hinweise zu auffälligen Personen oder Autos nehmen die Beamten der Kriminalpolizei unter 0231/132 7411 entgegen.

Damit kommt die Martin-Luther-King-Gesamtschule nicht aus den Schlagzeilen. Erst vergangene Woche war ein Angriff auf einen Lehrer bekannt geworden. Schüler hatten aus Wut über schlechte Noten vor gehabt, ihn umzubringen.

Jetzt hat sich herausgestellt, dass die Schüler erneut versuchen wollten, ihren Lehrer der Schule in Dortmund-Dorstfeld in einen Hinterhalt zu locken und zu verletzen.