Fridays for Future: Dortmunder Schule macht als erste Schule in NRW einen gravierenden Schritt

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Eine Gesamtschule in Dortmund arbeitet als erste Schule in NRW mit Fridays for future zusammen. Foto: Bianca /Hoffmann/RUHR24

Dortmund/NRW - Eine Gesamtschule in Dortmund geht als erste Schule in NRW eine Zusammenarbeit mit Fridays for Future ein. Hier erfahrt ihr mehr.

Die Fridays for Future - Demonstrationen sind seit längerem ein großes Diskussionsthema. Die Meinungen gehen stark auseinander, vor allem beim Thema: Schuleschwänzen - Ja oder Nein? Eine Schule in Dortmund hat jetzt einen gravierenden Schritt gemacht.

  • Dortmunder Gesamtschule arbeitet offiziell mit Fridays for Future zusammen.
  • Schule beruft sich auf NRW-Schulgesetz.
  • Damit ist die Schule die erste in NRW, die diesen Schritt macht.

Jeden Freitag gehen Schülerinnen und Schüler auf die Straßen und demonstrieren gegen den Klimawandel. Am 21. Juni fand außerdem die erste internationale Demo der Bewegung in Aachen statt. Die Fridays for Future - Demonstrationen sind mit Greta Thunberg groß geworden. Jetzt berichtet der WDR, das eine Dortmunde Schule mit den Demonstranten zusammenarbeiten will.

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Fridays for Future: Grund zum Schulschwänzen?

In den sozialen Netzwerken gibt es immer wieder Kommentare, die den Demonstranten unterstellen, sie würden nur demonstrieren, um die Schule zu schwänzen. Dem wirkt eine Gesamtschule in Dortmund jetzt entgegen.

Als erste Schule in NRW hat sich die Gesamtschule Gartenstadt für eine Zusammenarbeit mit Fridays for Future ausgesprochen. Das berichtet der WDR. Durch die Zusammenarbeit gelten die Besuche der Demos nicht mehr als Schulschwänzen.

NRW-Schulgesetz als Grundlage

Die Gesamtschule berufe sich bei der Zusammenarbeit auf das NRW-Schulgesetz. Danach dürfe man Bildungskooperationen mit Partnern eingehen. Die Bedingung: Die Schulkonferenz muss dem mit einer Mehrheit zustimmen.

Der Elternvertreter der Gesamtschule hatte den Antrag eingereicht. "Das zeigt, dass praktisch alle Menschen außerhalb der Politik wissen, wie ernst die Lage ist. Das Wissen um die globalen Zusammenhänge ist wichtiger, als viele andere Themen, die aktuell im Unterricht viel Beachtung finden," zitiert ihn der WDR.

Auch in Dortmund gehen Schülerinnen und Schüler regelmäßig auf die Straßen.

Zuvor gab es Kritik der NRW-Bildungsministerin

NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer hatte zuvor die Wichtigkeit der Schulpflicht betont. Die Zusammenarbeit könne als Reaktion auf die scharfe Kritik verstanden werden.

Das Ministerium hatte Schreiben an Schulen geschickt. Darin mahnte man die Schulen zu härten Maßnahmen gegen die Fridays for Future - Demonstranten.