Bild: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Die Stadt Dortmund möchte zukünftig weder Frauen oder Männer noch Transsexuelle sprachlich bevorzugen oder benachteiligen. Aus diesem Grund führt die Stadt ab dem Frühjahr 2020 eine gendergerechte Sprache in den Behörden ein. Das teilte die Stadt bereits am Mittwoch (20. Februar) dem Magazin Kurt mit.

Dortmund möchte sich bei diesem Vorhaben grob an der Stadt Hannover orientieren. Denn Hannover hat als erste Stadt Deutschlands die gendergerechte Sprache eingeführt.

Alle fühlen sich angesprochen

Konkret bedeutet diese Umstellung, dass zum Beispiel Studenten und Studentinnen in behördlichen Dokumenten und Anschreiben nur noch als „Studierende“ angesprochen werden. Durch diese allgemeine Formulierung soll sich kein Geschlecht mehr ausgeschlossen fühlen.

Die Stadt Hannover machte folglich aus dem „Rednerpult“ das „Redepult“, aus Krankenschwestern und Krankenpflegern wurden „Pflegekräfte“ und aus Stellvertretern und Stellvertreterinnen wurden „Stellvertretende“.

Dortmund entwickelt individuelle Vorgaben

Auch wenn Dortmund dem Beispiel Hannovers folgen will, möchte die Stadt eine eigene Richtlinie mit individuellen Vorgaben erstellen.

„Ich glaube, jetzt ist genau die richtige Zeit dafür“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte Maresa Feldmann. Die Dortmunder Behörden würden bereits versuchen, sich gendergerecht zu verständigen, jedoch ist dieses Vorgehen noch nicht offiziell eingeführt.

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Dass die gendergerechte Sprache den bürokratischen Schriftverkehr verkomplizieren wird, glaubt Feldmann nicht. Man würde sich an alle sprachlichen Veränderungen gewöhnen, sagte sie entschieden.