Katastrophe verhindert

Glück im Unglück! Explosion in Dortmund knapp verhindert - Mann entdeckt Gasleck im Wohnhaus

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Gasleck in Dortmund gefunden. (Symbolfoto)

In einem Wohnhaus in Dortmund ist eine Gasleitung manipuliert worden. Im Keller entstand so eine explosive Mischung. Nur durch Zufall wurde das Leck im Stadtteil Oespel entdeckt.

  • Im Keller eines Wohnhauses in Dortmund ist Gas ausgetreten.
  • Nur durch Zufall wurde das absichtliche Gasleck entdeckt.
  • Staatsanwaltschaft und Polizei suchen nun Zeugen.

Dortmund - Das hätte richtig schiefgehen können: Durch Zufall ist in einem Wohnhaus in Dortmund ein Gasleck entdeckt worden. Offenbar wurde die Leitung manipuliert, wie RUHR24.de* berichtet. Jetzt ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft in dem explosiven Fall.

Dortmund: Manipulierte Gasleitung hätte für Explosion sorgen können

Die feine Nase eines Mitarbeiters der Stadtwerke Dortmund (DEW21) hat möglicherweise eine Katastrophe verhindert. Der Mann war nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dortmund am 28. Januar zufällig an einem Wohnhaus im Stadtteil Oespel vorbeigekommen.

Dabei sei ihm ein flüchtiger Gasgeruch in die Nase gestiegen. Zunächst habe er sich nichts weiter dabei gedacht. Später der Sinneswandel: "Das hat ihm keine Ruhe gelassen", sagt Staatsanwältin Sandra Lücke gegenüber RUHR24.de. Zwei Tage später kehrt der DEW21-Mitarbeiter mit einem Kollegen zurück zu dem Haus - und misst deutlich zu hohe Gaswerte in der Luft.

Gas strömte in Wohnhaus in Dortmund aus: "Es war explosiv"

Im Keller des Hauses an der Borussiastraße 2 machen die beiden eine schlimme Entdeckung: Offenbar wurde die Gasleitung manipuliert. Wer die Leitung manipuliert hat, ist noch unklar. Polizei und Staatsanwaltschaft suchen nun Zeugen, wie zwischen dem 15. Januar (Mittwoch) und dem 30. Januar (Donnerstag) verdächtige Personen in dem Haus oder der Nähe bemerkt haben.

Wann die Tat in dem Mehrfamilienhaus genau passiert ist, ist ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen. Zuletzt waren Bewohner am 15. Januar im Keller gewesen. "Ich gehe aber nicht davon aus, dass das Gas zwei Wochen lang ausgeströmt ist", sagt Staatsanwältin Lücke. Klar ist nur: "Es war explosiv."

Der Fall erinnert an die Explosion in Dortmund-Hörde 2017.

Ein Funke hätte nach Angaben der Ermittler gereicht, um das Luft-Gas-Gemisch zu entzünden. Wie genau die Gasleitung manipuliert wurde, wollte sie aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

Erinnerungen an die Explosion eines Hauses in Dortmund-Hörde

Die Ermittlungen wegen versuchter Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion gehen derzeit noch in alle Richtungen. Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat derzeit jedoch noch keinen konkreten Verdacht und sucht deshalb Zeugen. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter 0231/132 7441 entgegen.

Der Fall weckt schlimme Erinnerungen an die Explosion eines Wohnhauses in Dortmund-Hörde im März 2017, bei der eine Frau ums Leben kam. Später stellte sich heraus, dass ein offenbar geistig verwirrter Mann die Gasexplosion absichtlich herbeigeführt hatte. Er wurde später in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen.

ffo

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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