Handwerkskammer Dortmund

Friseure richten emotionalem Appell an Kunden: Schwarzarbeit keine Chance geben

Friseur Maske Mundschutz Corona
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Friseur-Salons mussten wegen des Lockdowns mehrere Wochen schließen.

Die Salons sind seit Wochen geschlossen, Friseure verzweifelt. Viele gehen zur Schwarzarbeit über. Das sei laut Handwerkskammer aber nicht zu tolerieren.

Dortmund - Die Corona-Krise trifft viele Betriebe wirtschaftlich hart. Auch Friseur-Salons haben seit Mitte Dezember geschlossen. Die Hilfen für November und Dezember steht ihnen nicht zu, wie auch Friseur Kevin Steinborn aus Dortmund bestätigt. Obwohl viele aus Verzweiflung zu Schwarzarbeit übergegangen sind, sollten Kunden die illegale Tätigkeit nicht unterstützen, meint die Handwerkskammer Dortmund.

HandwerkskammerHandwerkskammer Dortmund
AdresseArdeystraße 93, 44139 Dortmund
PräsidentBerthold Schröder

Handwerkskammer über Friseure im Corona-Lockdown: „Schwarzarbeit keinen Vorschubleisten“

„Bitte unterstützen Sie die ehrlich arbeitenden Friseure“, lautet der Appell der Handwerkskammer Dortmund (HWK). Am 1. März dürfen Friseur-Betriebe laut Beschluss von Bund und Ländern wieder öffnen. Für die gesamte Branche sei das laut Handwerkskammer ein Silberstreif am Horizont. Die wirtschaftliche Not sei aber wegen der wochenlangen Schließung groß.

„In dieser überaus angespannten Phase geraten Friseurunternehmen im Kammerbezirk Dortmund leider auch durch Kunden unter Druck“, heißt es weiter in einer Mitteilung der Handwerkskammer. Einige Salons würden deshalb illegal Haare schneiden und frisieren und damit Schwarzarbeit betreiben. Aber weder heimlicher Betrieb in Salons noch der Hausbesuch vom Friseur ist nach aktuellen Bestimmungen coronakonform.

Corona-Krise: Handwerkskammer appelliert an Friseur und Kunden, solidarisch zu bleiben

„Wer den Friseur seines Vertrauens dazu überredet, fördert Schwarzarbeit und verstößt zudem gegen die aktuelle Coronaschutzverordnung“, meint Henrik Himpe, der stellvertretende Geschäftsführer der Handwerkskammer in Dortmund.

Schwarzarbeit bei Friseuren sei besonders aktuell nicht nur unsolidarisch, sondern auch brandgefährlich (mehr News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de). „Durch solche nicht legal erbrachten Dienstleistungen wird das Infektionsrisiko deutlich erhöht, da ein Hygieneschutzkonzept im privaten Umfeld kaum eingehalten werden kann.“

Corona-Lockdown: Friseure dürfen ab dem 1. März wieder für Kunden öffnen

Außerdem dürften die angekündigten Lockerungen von Kunden und Friseuren nicht einfach aufs Spiel gesetzt werden. Die HWK appelliert daher an beide, sich solidarisch zu zeigen und das Ansteckungsrisiko zu minimieren. „Das Lockdown-Ende für Friseure ist endlich absehbar“, so Himpe. „Bitte halten Sie durch und unterstützen Sie damit die breite Mehrheit der ehrlich arbeitenden Friseure!“ 

Video: Lockdown bis 7. März verlängert - Friseure dürfen öffnen

Wer ab dem 1. März einen Friseur-Salon besuchen möchte, muss sich allerdings an einige Corona-Regeln halten. Unter anderem sollen auch hier medizinische Masken getragen werden. Außerdem müssen pro Person im Salon 10 Quadratmeter sichergestellt sein. In einem Betrieb mit 20 Quadratmetern dürfen sich dann nur zwei Personen aufhalten.