Schausteller in der Krise

Pop-up Freizeitpark an den Westfalenhallen Dortmund: Riesenrad und Wildwasserbahn warten auf Besucher

Bald startet die erste Kirmes in Dortmund nach dem Corona-Lockdown an den Westfallenhallen. Tickets für den Pop-up Freizeitpark gibt es schon. Schaustellern ebnet das den Weg durch die Krise.

  • Volksfeste sind noch bis August aufgrund der Coronavirus-Krise untersagt.
  • Schausteller trifft das Veranstaltungsverbot hart.
  • Über den Pop-up Freizeitpark könnten sich Schausteller ihren Unterhalt sichern.

Dortmund - Bunt, groß und gut sichtbar schiebt es sich seit kurzem vor die strahlend gelben Stahlpylonen des Signal Iduna Parks: Ein Riesenrad. Kirmes-Spaß trotz Coronavirus*-Krise? Was eigentlich unmöglich scheint, liegt in Dortmund in greifbarer Nähe. Denn an den Westfalenhallen wächst ein Freizeitpark, berichtet RUHR24.de*. Inklusive einem spektakulären Blick über Dortmund (mehr News aus Dortmund* gibt es hier).

Name:Schaustellerverein Rote Erde Dortmund
Gründung:6. Januar 1897
1. VorsitzendePatrick Arens (seit 2020)
Geschäftsführung:Verena Winkelhaus

Denn obwohl in NRW wegen des geltenden Veranstaltungsverbots auch Volksfeste weiterhin untersagt sind, fanden einige Schausteller mit der Kirmes am Westfalenpark eine ungewöhnliche Lösung*, um die herben Verluste der letzten Monate aufzufangen - und gleichzeitig den krisengeschüttelten Menschen im Ruhrgebiet eine Menge Spaß zu gönnen.

Freizeitpark in Dortmund: Riesenrad an den Westfalenhallen

Die Lösung heißt "FunDOmio" und ist ein Pop-up Freizeitpark. Neben Pop-up Stores oder Pop-up Radwegen eine weitere Variante, die nicht nur in Krisenzeiten die temporäre Einrichtung von eben solchen Radwegen, Geschäften oder auch einer Kirmes möglich macht. Der Aufbau der Fahrgeschäfte läuft bereits, der Ticketverkauf ebenso. 

Pünktlich zum Start der Sommerferien öffnet in Dortmund am Donnerstag, 25. Juni, der Freizeitpark auf dem Messegelände der Westfalenhallen. Anders als auf den traditionellen Jahrmärkten, die wegen des hohen Ansteckungsrisikos für das Coronavirus* noch immer nicht stattfinden dürfen, kommt man auf das Gelände des temporären Freizeitparks nur mit Ticket.

Riesenrad in Dortmund steht in erstem Pop-up Freizeitpark

Durch den Ticketverkauf sollen die Besucherströme gelenkt und klein gehalten werden. Überfüllung, sich voreinander herschiebende Menschenmassen, Schlange stehen am Zuckerwatte-Stand - das alles soll in dem Pop-up Freizeitpark vermieden werden.

Der Aufbau des Pop-up-Freizeitparks in Dortmund läuft auf Hochtouren.

Ganze 60.000 Quadratmeter groß soll "FunDOmio" werden. Rund um die Dortmunder Westfalenhallen werden dafür derzeit 30 Attraktionen aufgebaut. Darunter das Riesenrad, welches schon jetzt über Dortmund thront, eine Wildwasserbahn, eine Riesenrutsche, ein Autoscooter und viele Kinderkarussells. Selbst ein Freefall-Tower und eine Achterbahn sind dabei. Besuchern, die vorab ein Ticket lösen müssen, steht der Pop-up Freizeitpark einen Tag lang offen. 

Dortmund: Viel Platz im Pop-up Freizeitpark

"Ich glaube ihr habt noch nie soviel Platz gehabt, um so viel Freude zu haben" bewirbt Patrick Arens vom Schaustellerverband Rote Erde den Freizeitpark, den stets nur 50.000 vergnügungshungrige Gäste besuchen können. "FunDOmio" Tickets für Erwachsene kosten 34 Euro und können online gebucht werden. Günstiger wird es für Kinder, Senioren oder für alle Frühbucher.

Ein weiterer Pop-up Freizeitpark entsteht derzeit auch in Düsseldorf auf dem dortigen Messegelände. Im "Düsselland" ist der Besuch der auf zwei Stunden begrenzt, die vorab beim Ticketkauf gebucht werden können.

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Peter Steffen / dpa

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