Attraktionen und Preise

Neuer Freizeitpark "FunDomio" in Dortmund im Check: Lohnt sich das Ticket für 34 Euro?

Am 25. Juni startet der Pop-up-Freizeitpark "FunDomio" in Dortmund. Lohnt sich ein Besuch? Wir sagen, was ihr fürs Ticket bekommt.

  • Wegen des Coronavirus gibt es in Dortmund in diesem Jahr einen temporären Freizeitpark namens FunDomio.
  • Man zahlt einmal Eintritt und darf so viele Fahrgeschäfte nutzen, wie man will.
  • Ein Besuch des Freizeitparks lohnt sich aber nur unter bestimmten Umständen.

Dortmund - Dortmund hat wegen des Coronavirus einen Freizeitpark auf Zeit. Er heißt "FunDomio" und befindet sich auf dem Parkplatz der Westfalenhallen*. Am Donnerstag (25. Juni) geht es los - aber lohnt sich ein Besuch, angesichts des Eintrittspreises von 34 Euro für Erwachsene und 29 Euro für Kinder unter 11 sowie Senioren über 65 Jahren? RUHR24.de* hat sich den Freizeitpark etwas genauer angeschaut.

NameFunDomio
OrtParkplatz der Westfalenhallen Dortmund
Zeitraum25. Juni 2020 bis 11. August 2020
ÖffnungszeitenTäglich von 10 bis 21 Uhr

Schauen wir zunächst einmal auf die blanken Dimensionen des Pop-up-Freizeitparks. Das FunDomio erstreckt sich über eine Fläche von rund 60.000 Quadratmeter. Die Attraktionen befinden sich sowohl auf dem Westfalenhallen-Parkplatz entlang der B1 als auch auf einer Fläche hinter der Messe Dortmund.

FunDomio Dortmund: Freizeitpark kleiner als Movie Park und Co.

Zum Vergleich: Der Movie Park in Bottrop ist 450.000 Quadratmeter groß, das Phantasialand in Brühl 280.000 Quadratmeter. Eine Tageskarte für Erwachsene kostet in Bottrop allerdings um die 42 Euro, je nach angebotenem Rabatt. In Brühl zahlen erwachsene Besucher regulär rund 50 Euro. 

In Sachen Preis schlägt das FunDomio also die zwei bekanntesten Freizeitparks in NRW. Fraglich bleibt aber, inwiefern eine fix aufgebaute Kirmes rein optisch mit den großen Freizeitparks in NRW* mithalten kann. Die Atmosphäre macht schließlich auch den Flair eines Freizeitparks aus.

Freizeitpark in Dortmund: Einmal zahlen, alles fahren

Was die Nutzung der Attraktionen betrifft, funktioniert das FunDomio aber genauso, wie der Movie Park oder das Phantasialand: Einmal gezahlt, darf man alles fahren. Aber was genau? Der Freizeitpark wirbt mit folgenden Fahrgeschäften:

  • Roue Parisienne, nostalgisches Riesenrad
  • Wilde Maus XXL, Achterbahn
  • Konga, die größte transportable Riesenschaukel der Welt
  • Apollo 13, Themenkarussell
  • Krumm und schief, Kinderfahrgeschäft
  • Autoscooter von Isken Number 1
  • Cinderella, Kettenkarussell
  • Riesenrutsche
  • Schwanenflieger, Kettenkarussell
  • Twister, Karussell
  • Laser Pix, Erlebnisbahn
  • Pirateninsel, Automatenspiele
  • Coco Beach, Kinderachterbahn
  • Hangover, Free-Fall-Tower
  • Voodoo Jumper, Karussell
  • Disco Jet, Musikexpress
  • Poseidon, Wildwasserbahn
  • 1001 Nacht, fliegender Teppich
  • Playball, Kegelbahn
  • Break Dance, Karussell
  • Autoscooter für Kinder
  • Kinder Schleife, Karussell für Kinder
  • Wellenflug, Kettenkarussell
  • Verkehrsgarten, Fahrgeschäft für Kinder
  • Pferdekarussell
  • Sportkarussell, für Kinder
  • Shocker, Geisterbahn

Zudem bietet der Pop-up-Freizeitpark kleinere Events und Shows wie Zaubereinlagen, Stelzenläufer, Jonglage und Akrobatik.

Auch der Klassiker unter den Fahrgeschäften, der Break Dance, ist im Freizeitpark "FunDomio" in Dortmund am Start.

Es scheint also von allem etwas dabei zu sein. Wer allerdings heftige Achterbahnen mit Loopings und Schrauben mag, der wird im FunDomio nicht auf seine Kosten kommen. Der Freizeitpark erinnert eher an eine Art Kirmes. Für extreme Fahrgeschäfte müssen dann wohl doch die deutlich teureren Original-Freizeitparks herhalten.

FunDomio: Freizeitpark in Dortmund lohnt sich nur unter bestimmten Umständen

Ein Blick nochmal auf den Preis: Bedenkt man, dass die Fahrpreise auf einem normalen Rummel wie etwa der Cranger Kirmes etwa zwischen 3 und 7 Euro betragen, im Schnitt also um die 5 Euro, müssen Erwachsene im Freizeitpark mindestens etwa sieben Fahrgeschäfte nutzen, um den Preis wieder reinzuholen.

Die Kosten für Speisen und Getränke kommen noch mal obendrauf. Eine Durchschnittsfamilie bestehend aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 11 Jahren müsste also für einen Tag im Dortmunder Freizeitpark allein für den Eintritt 126 Euro berappen. Rechnet man Speisen und Getränke hinzu, dürften locker um die 150 Euro zusammen kommen, eher mehr.

Fazit: Das FunDomio wirkt eher wie eine Kirmes, als wie ein Freizeitpark. Atmosphärisch kann man den Pop-up-Freizeitpark sicherlich nicht mit großen Namen wie dem Phantasialand oder dem Movie Park vergleichen. Das dürfte aber auch nicht der Anspruch der Initiatoren sein. 

FunDomio Dortmund: Freizeitpark ist auch Support für lokale Schausteller

Wer viel Karussell fährt und Kirmessen mag, der wird auf seine Kosten kommen. Wer einen Freizeitpark erwartet, könnte enttäuscht werden. Vergessen darf man zudem nicht: FunDomio ist auch eine Art Support für die lokalen Schausteller, die aufgrund des Coronavirus ums Überleben kämpfen

Wer 34 Euro Eintritt zu teuer findet, der sollte sich vor Augen halten, dass das Geld auch dabei helfen könnte, künftige Kirmessen zu ermöglichen, weil Schausteller durch die Einnahmen nicht Bankrott gehen.

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