Sommerspaß und Freizeit

Dortmund: Ende mit dem Sprung ins kalte Nass – zwei Bäder sind wieder beheizt

Wettertechnisch steht die Freibadsaison in Dortmund unter keinem guten Stern. Aber immerhin gibt es jetzt wieder warmes Wasser.

Update, Freitag (10. Juni), 14.58 Uhr: Das Frieren in zwei Dortmunder Freibädern hat nun ein Ende. Wurde noch zu Beginn der Freibadsaison in den Bädern Wellinghofen und Volksbad aus Solidarität zur Ukraine und gestiegener Energiekosten auf beheizte Becken verzichtet, können sich Badende künftig wieder auf warme Becken freuen.

Wie die Betreiber der Sportwelt Dortmund mitteilen, sind die Freibäder Wellinghofen und Volksbad wieder beheizt und es kann bei angenehmen Wassertemperaturen von etwa 24 bis 25 Grad geschwommen werden. Hinzu die Info, dass das Freibad Hardenberg ab Samstag (11. Juni) täglich zwischen 10 und 19 Uhr seine Türen öffnet.

BundeslandNRW
LandeshauptstadtDüsseldorf
ThemaKühle Freibadbecken

NRW: Kalte Schwimmbecken in der Freibadsaison? Energiekrise könnte Badespaßen hemmen

Erstmeldung, Samstag (14. Mai), 18.07 Uhr: Bekommen die Menschen in NRW den Ukraine-Konflikt im Sommer auch in der Freizeit zu spüren? Der Krieg in Osteuropa sorgt für steigende Energiepreise in Deutschland – man wolle zudem unabhängiger vom russischen Gas werden. Leider sind Schwimm- und Freibäder echte Energiefresser. RUHR24 weiß, dass das den Sommerspaß trüben könnte.

Es gibt doch beinahe nicht schöneres, als an einem heißen Sommertag ins kühle Nass zu springen. Die Betonung liegt auf dem Wort „kühle“, denn wenn das Wasser zu kalt ist, wirkt es eher unangenehm als abkühlend. Kühlere Schwimmbecken in Schwimm- und Freibädern sind aber wegen der anhaltenden Energiekrise möglich.

Ende April kündigte beispielsweise die Sportwelt Dortmund an, das Freibad Wellinghofen ohne Heizung öffnen zu wollen – aus Solidaritätsgründen, wie es auf der Webseite heißt. Allerdings würden die Betreiber auch gleichzeitig enorme Gasmengen einsparen. Die Schwimmerinnen und Schwimmer müssten sich dementsprechend auf kältere Becken einstellen.

Ann-Christin von Kieter von der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) sagte gegenüber der Tagesschau, dass schon zwei Grad kühleres Badewasser in Hallenbädern für bis zu 25 Prozent Energieeinsparungen sorgen könnte. Eine Alternative statt kühleres Wasser seien höhere Eintrittspreise (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Schwimm- und Freibäder in NRW: Bleiben die Becken weiterhin kühl?

Laut der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen müssten Badegäste allerdings vorerst nicht mit einem kühleren Wasser als gewohnt rechnen. Wegen der gestiegenen Energiepreise hätten zwar einige Bäder in den vergangenen Wochen eine niedrigere Wassertemperatur als bisher üblich in Erwägung gezogen, sagte der Geschäftsführer des Verbandes, Christian Mankel, der Deutschen Presse-Agentur (DPA). „Es sind definitiv mehr als nur Einzelfälle, aber der große Trend ist es noch nicht.“

Neben der Senkung der Wassertemperatur hätten die Badbetreiber, laut Mankel, zudem die Möglichkeit, mit Dämmungen, Wärmepumpen und Solaranlagen die Kosten zu senken. Andere Städte suchen bereits Alternativen. Bochum beispielsweise richtet eine Badestelle an der fließenden Ruhr ein.

Wird das Wasser in den Bädern in diesem Jahr kühler als sonst?

Baden und Schwimmen in NRW: Freibäder versuchen der Energiekrise zu entkommen

Vor allem stark beheizte Außenbecken, Whirlpools oder auch Großrutschen seien besonders große Energiefresser. Trotzdem: Die Gesellschaft für das Badewesen geht davon aus, dass in den nächsten Wochen noch weitere Bäder ihre Wassertemperatur herabsetzen könnten. Bisher habe man die Maßnahme häufiger in Hallenbädern beobachtet. 

Das Düsseldorfer Allwetterbad reduzierte beispielsweise die Außenbeckentemperatur von 24 auf 22 Grad. In Köln sollen die Sport- und Freizeitbecken der Freibäder wie in den vergangenen Jahren bis zu 21 Grad beheizt werden, schreibt die DPA.

Dabei sei die Freude über das Öffnen der Freibäder groß – besonders im Zeichen der Corona-Lockerungen. Laut dem Verband wollen viele Betreiber in der kommenden Saison auf eine Corona-Vorsichtsmaßnahme nicht verzichten: beispielsweise mit Online-Tickets oder Zeitlots.

Rubriklistenbild: © Claus Schunk

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