Mit über 100 Sachen über den Wall - Polizei Dortmund stoppt rücksichtslose Raserin

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Dortmund/NRW - Die Polizei Dortmund hat auf dem Wall eine rücksichtslose Raserin gestoppt. War sie an einem illegalen Autorennen beteiligt? Hier die Infos.

Fest installierte Blitzer und regelmäßige Polizeikontrollen haben eine 31-Jährige nicht davon abgehalten, am Mittwoch über den Wall in der Innenstadt von Dortmund zu brettern.

  • Der Wall in Dortmund gilt als beliebtes Ziel für Tuner und Raser.
  • Eine Frau aus Moers bretterte mit 100 km/h über die Straßen.
  • Die Polizei konnte sie erst nach fünf Runden stoppen.

Bereits seit Jahren gilt der Wall in Dortmund als beliebtes Ziel für Raser und Tuner des Ruhrgebiets. Und genauso lange versucht die Polizei nun schon, die Szene einzudämmen. Blitzer und regelmäßige Kontrollen sollen das Ziel näher bringen.

Ein neuer Fall zeigt jedoch: Nicht alle lassen sich von den polizeilichen Maßnahmen beeindrucken. Eine 31-Jährige fuhr am Mittwochabend (9. Oktober) mit ihrem Mercedes mit über 100 km/h über den Wall. Und stachelte dabei andere zum Rennen an.

Polizei Dortmund verfolgte die Raserin

Ein extra gegen illegale Rennen eingesetztes Team der Polizei Dortmund war am Mittwochabend am Wall in der Innenstadt unterwegs, als sie plötzlich einen aufheulenden Motor hörten. Ein Pkw raste mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit über den Ostwall.

Schnell nahm die Zivilstreife die Verfolgungsjagd auf und filmte die wilde Fahrt der Mercedes-Raserin. Immer wieder forderte sie trotz nasser Fahrbahn andere Fahrer zum Autorennen auf und verhielt sich absolut rücksichtslos.

Sie wusste ganz genau, wo die Blitzer stehen

Selbst an größeren Fußgänger-Gruppen bremste die 31-Jährige nicht ab, sondern bretterte mit rund 90 km/h an ihnen vorbei. Selbst in den Baustellen reduzierte sie ihre Geschwindigkeit nicht

Erst vor den fest installierten Blitzeranlagen am Wall bremste die Fahrerin ab, um anschließend wieder stark zu beschleunigen. Sie wusste offenbar ganz genau, wo geblitzt wird.

Polizei Dortmund stoppte die Fahrerin nach der 5. Runde

Wie die Polizei Dortmund angibt, hatten die Beamten zwischenzeitlich große Probleme, bei 100 km/h mit der Raserin mitzuhalten. Insgesamt fünf Runden dauerte die wilde Fahrt über den Wall. Bei einem Spurenwechsel entging sie nur knapp einem Unfall mit einem anderen Pkw.

An der Kreuzung Weißenburger Straße / Kaiserstraße konnten die Polizisten die Raserin schließlich stoppen. Angesprochen auf ihr Verhalten, hatten die junge Frau sowie ihre beiden Mitfahrerinnen eine unglaublich dreiste Ausrede parat. Sie gaben an, nur "durch die Gegend fahren" zu wollen.

Die Beamten aus Dortmund stellten den Füherschein der Moerserin sicher und untersagten ihr die Weiterfahrt. Außerdem ermitteln sie wegen des Verdachts eines illegalen Autorennens.