Ernster Hintergrund

Höllen-Lärm am Flughafen Dortmund: Darum ist es am Samstagmorgen laut geworden

Am Flughafen Dortmund wird es am Samstag (21. August) laut. Es wurde eine Übung durchgeführt. Die hat einen ernsten Hintergrund.

Dortmund – Am Samstagmorgen (21. August) gegen 8 Uhr könnte so manch ein Anwohner rund um den Flughafen in Dortmund von einem Höllen-Lärm aus dem Bett geworfen werden. Der Hintergrund ist eine Übung für den Ernstfall, die am Airport durchgeführt wird.

Dortmund Flughafen: Airport probt Ernstfall

Flughäfen, an denen unter anderem auch Passagierflugzeuge starten, sind verpflichtet alle zwei Jahre eine sogenannte Flugunfallübung durchzuführen. Am Flughafen Dortmund wird es am Samstag (21. August) wieder so weit sein.

Flughafenfeuerwehr, Feuerwehr und Rettungsdienst der Stadt Dortmund sowie der Flughafenbetreiber wollen sich gemeinsam auf den Ernstfall vorbereiten.

Höllen-Lärm am Flughafen in Dortmund: Flugzeug-Crash wird simuliert

Los geht die Übung schon um 8 Uhr. Mit dem Ertönen des Notfallalarms wissen die Einsatzkräfte der Feuerwehrwache des Dortmunder Flughafens Bescheid, dass die Übung startet. Es soll ein Zusammenstoß zwischen zwei Flugzeugen auf dem Rollfeld simuliert werden.

Schwerpunkte der Übung, die von der Internationalen Zivilluftorganisation (ICAO) und der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) vorgeschrieben wird, sind das Löschen möglicher Brände am Flugzeug sowie die Menschenrettung. Wie eine Sprecherin des Flughafen Dortmund mitteilt, soll außerdem die interne Kommunikation zwischen den einzelnen Instanzen, die bei einem mögichen Szenario beteiligt wären, trainiert werden.

Sirene am Airport Dortmund: Unfall-Übung soll zwei Stunden dauern

Insgesamt ist die Übung für den Ernstfall auf eine Dauer von zwei Stunden angesetzt. Um 11 Uhr am Samstagmorgen wird das Ganze also wieder vorbei sein und Anwohner können wieder ihre Ruhe genießen. Die Übung soll außerdem im Sicherheitsbereich des Flughafens stattfinden, sodass der normale Flugbetrieb ohne Einschränkungen stattfinden kann.

Auch die Straßen sowie die Zugänge zum Dortmund Airport werden von der Übung nicht betroffen sein. Außer dem Höllen-Lärm, den die Notfallsirene verursacht, dürften die Anwohner und die Passagiere von der Übung am Flughafen also nicht viel mitbekommen.

Bislang wurde der Flughafen in Dortmund von „echten“ Unfällen weitgehend verschont. Zuletzt hatte ein Vorfall für Aufruhr gesorgt, als ein Bodenfahrzeug das parkende Regierungsflugzeug der Kanzlerin, die dem Ruhrgebiet einen Besuch abgestattet hatte, gerammt hat. Angela Merkel musste auf einen Hubschrauber umsteigen, um Dortmund wieder verlassen zu können.

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