Herausforderung für die Stadt

Dortmund: Ukraine-Flüchtlinge sind da – Stadt hat einen Plan

Die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine sind in Dortmund angekommen. Die Stadt kümmert sich um sie.

Dortmund – Der Flüchtlingsstrom aus der Ukraine reißt nicht ab. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) haben seit Kriegsbeginn mehr als zwei Millionen Menschen die Ukraine verlassen. Mittlerweile sind auch die ersten Geflüchteten in der Ruhrgebietsstadt Dortmund angekommen. RUHR24* weiß, wie ihnen nun geholfen wird.

StadtDortmund
BundeslandNRW
ThemaUkraine-Krieg

Dortmund: Flüchtlinge aus der Ukraine kommen in der Stadt an – Stadt kümmert sich

Laut Angaben der Stadt Dortmund seien bislang (Stand 7. März) mehr als 700 Menschen aus der Ukraine versorgt worden. Zu aufenthaltsrechtlichen Fragen seien bis zum 7. März 321 Termine für 400 Menschen vergeben worden – bislang wurden 100 Aufenthaltsgenehmigungen erteilt.

Und wie ist die Situation in den Flüchtlingsunterkünften in Dortmund? Darauf antwortet Dirk Aschenbrenner, Chef der Feuerwehr und Leiter des Krisenstabs rund um die Ukrainekrise*: In der städtischen Unterbringung seien aktuell 489 Plätze verfügbar, davon 188 belegt. „Weitere Unterkünfte sollen Zug um Zug geschaffen werden“ – je nach Bedarf.

Denn die positive Nachricht ist: Anscheinend haben sich viele Dortmunderinnen und Dortmunder bereit erklärt, Geflüchtete aus der Ukraine bei sich privat aufzunehmen.

Dortmund: Ukraine-Flüchtlinge kommen in privaten Unterkünften unter

Der überwiegende Teil der in Dortmund* angekommenen Kriegsflüchtlinge, so Sozialdezernentin Birgit Zoerner, habe bisher offenbar private eine Unterkunft gefunden. Dies lasse sich an dem Unterschied zwischen den mehr als 700 sozial-medizinisch versorgten Menschen und den 188 öffentlich untergebrachten Flüchtlingen erkennen.

Wie viele genau privat Unterschlupf fanden, ist unklar. Denn: „Wir haben noch lange nicht alle Menschen gesehen, die hier in Dortmund privat untergekommen sind. Das wird sich nach und nach klarstellen“, so Zoerner am Dienstag (8. März) in einer Pressekonferenz.

Laut Zoerner seien Geflüchtete zudem im Jugendzentrum Fritz-Henßler-Haus stundenweise untergekommen. Dabei handele es sich um Personen, die nachts mit dem Zug angereist seien. Krisenstabsleiter Dirk Aschenbrenner fügt hinzu, dass bis zum 7. März insgesamt 721 Menschen aus 368 Familien sozial-medizinisch versorgt worden wären.

Viele Flüchtlinge in Dortmund sind bislang nicht auf die Flüchtlingsunterkünfte angewiesen, sondern in privaten Unterkünften untergekommen.

NRW: Wie sieht die Flüchtlingslage im bevölkerungsreichsten Bundesland aus?

Seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine* sind rund 1.200 Vertriebene in den Landesunterkünften von NRW aufgenommen worden. Das teilte das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration gegenüber der DPA mit. Derzeit verfügt NRW über 33 Landesunterkünfte mit über 21.000 Plätzen, von denen zurzeit rund 12.000 belegt seien.

Und wie laufen die Sammelaktionen an? Allein bei der Hilfsgüter-Sammlung in der Dortmunder Westfalenhalle* seien seit vergangener Woche mehr als 300.000 Sachspenden abgegeben worden, berichtete Organisator Sebastian Heinze der DPA.

Hinweis: Kleidung nehme man nicht mehr an. „Es war einfach viel zu viel und wird nicht mehr benötigt“, so Heinze. Gebraucht würden nun vor allem Schlafsäcke, Isomatten und Wolldecken, aber auch Powerbanks und Taschenlampen. Bis Donnerstag (10. März) kann man in Dortmund noch Spenden abgeben *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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