Killerpilze sorgten für Baumsterben - jetzt wächst am Wall eine besondere Allee

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Der U-Turm vom Königswall gesehen. Foto: Daniele Giustolisi

Dortmund/NRW - In den letzten Jahren haben fiese Killerpilze dafür gesorgt, dass am Dortmunder Wall viele Kastanien sterben musste. Jetzt wächst dort eine Eichenallee.

In den letzten Jahren haben fiese Killerpilze dafür gesorgt, dass in Dortmund Tausende Kastanien sterben mussten. Auch am Wall fielen viele Bäume den Pilzen zum Opfer. Jetzt wächst dort eine Eichenallee.

Der Pilz namens Pseudomonas hat sich in Dortmund seit 2007 ausgebreitet und greift vor allem die Dortmunder Rosskastanien an.

Streusalz, schadhafte Insekten, schlechte Nährstoffversorgung durch zu kleine Baumscheiben und Hitzestress in den Sommermonaten begünstigten und beschleunigten den Krankheitsverlauf.

Die Stadt musste in der Folge viele kranke Bäume fällen. Für den Wall, an dem viele Rosskastanien vom Pilz befallen waren, erarbeitete die Stadt ein neues Konzept. Das sieht jetzt die Entstehung einer neuen Eichenallee vor.

42 sogenannter Traubeneichen hat die Stadt jetzt auf dem Mittelstreifen am Wall zwischen Freistuhl und Bornstraße in der City von Dortmund gepflanzt.

Die großen Blätter der Bäume sollen den Feinstaub binden. Außerdem sind die Eichen resistent gegen Streusalz, wie die Stadt versichert.

Neben den neuen Bäumen setzt die Stadt auf ein neues Humuskonzentrat, also spezielle Erde. Sie wird in Dortmund produziert. Das Konzentrat soll den Wuchs der Bäume verbessern und ihnen mehr Nährstoffe zur Verfügung stellen - und am Ende dafür sorgen, dass die Bäume widerstandsfähiger gegen Krankheiten sind.

Außerdem sollen höhere Bordsteine die Bäume vor Salzwasser im Winter schützen.