Falschfahrer aus Dortmunder Rettungsgasse meldet sich zu Wort - mit dieser absurden Aussage

+
Audi fährt falsch herum durch Rettungsgasse an Brackeler Straße. Foto: Feuerwehr Dortmund

Dortmund/NRW - Nach dem tödlichen Unfall auf der Brackeler Straße in Dortmund sorgte ein Falschfahrer, der durch die Rettungsgasse fuhr, für Wut. Jetzt äußert er sich.

Nach dem tödlichen Unfall auf der Brackeler Straße in Dortmund sorgte ein Mann, der falsch herum durch eine Rettungsgasse fuhr, für Aufsehen. Jetzt hat der Falschfahrer sich gegenüber der Bild geäußert.

  • Bei dem Mann soll es sich um einen Fahranfänger handeln.
  • Die Rettungsgasse war nach einem schweren Unfall auf der Brackeler Straße in Dortmund gebildet worden.

Der Bild sagte der Mann, ein Polizist habe ihm gesagt, er könne das so machen.

Tödlicher Zusammenstoß auf Brackeler Straße

Was war passiert? Eine Geisterfahrerin (69) aus Bochum war am Donnerstagnachmittag (8. August) auf die Brackeler Straße gefahren und hatte dort für einen Crash mit zwei weiteren Autos gesorgt. Die Bochumerin verstarb später in einem Krankenhaus.

Unterdessen verbreitete ein Feuerwehr-Sprecher aus Dortmund - der privat in der Vollsperrung steckte - ein Foto eines weißen Audis. Dessen Fahrer hatte offenbar genug von der Vollsperrung auf der Brackeler Straße und war mit seinem Auto einfach in entgegengesetzte Fahrtrichtung durch die Rettungsgasse in Richtung Borsigplatz gefahren.

+++ Fünf Verletzte nach illegalem Autorennen in der Dortmunder Innenstadt +++

Falschfahrer soll 18 Jahre alt sein

Bei dem Falschfahrer soll es sich laut Bild um einen 18-jährigen Fahranfänger handeln.

Verkehrsteilnehmer, die ohne Anweisung die Rettungsgasse nutzen, begehen laut Straßenverkehrsordnung eine Ordnungswidrigkeit.

Diese Strafen drohen beim Fahren in die falsche Richtung

„Das Wenden und entgegen der Fahrtrichtung Fahren kann mit einem Bußgeld von 200 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot bestraft werden“, teilt die Polizei mit. Mit einer nachgewiesenen Gefährdung erhöht sich das Bußgeld auf 240 Euro.

Neben der Ordnungswidrigkeit kann auch eine Straftat nach Paragraf 315c des Strafgesetzbuchs vorliegen – die Gefährdung des Straßenverkehrs.

Zu einem ähnlichen Fall kam es auf der A45 in Richtung Hagen. Ein 80-jähriger Mann fuhr 20 Kilometer in die falsche Richtung. Nur mit Mühe konnte die Polizei den Fahrer stoppen.