Boom in der Corona-Krise

Fahrräder lösen Klopapier ab: Kunden stürmen Fahrradladen in Dortmund - "fast leer gekauft"

In einem Fahrradladen in Dortmund stehen die Leute seit der Corona-Krise Schlange.
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In einem Fahrradladen in Dortmund stehen die Leute seit der Corona-Krise Schlange.

Vor einem Fahrradgeschäft in Dortmund zeigt sich dieser Tage ein immer gleiches Bild: Vor dem Laden im Indupark steht eine Schlange von Menschen - die Branche boomt.

  • Bei einem Fahrradladen in Dortmund boomt derzeit das Geschäft.
  • Der Grund dafür ist offenbar die anhaltende Coronavirus-Krise.
  • Die Menschen stehen Schlange, um sich ein neues Fahrrad zuzulegen.

Dortmund - Mittlerweile haben sie wohl alle hinter sich gelassen, die Hamsterkäufe aufgrund der Coronavirus-Pandemie. Jeder kennt die Bilder von leer gekauften Regalen im Supermarkt. Klopapier war wochenlang kaum zu bekommen. Ähnlich verhält es sich nun wohl auch mit Fahrrädern. Ein Fahrradladen in Dortmund kommt mit dem Verkauf seiner Räder kaum hinterher.

Stadt

Dortmund

Fläche

280,7 km²

Metropolregion

7.268 km²

Bevölkerung

603.609 (12/2019)

Fahrradladen in Dortmund innerhalb von vier Wochen fast leer gekauft

Seit Wochen bilden sich vor dem Geschäft fahrrad.de lange, nicht kürzer werdende Kunden-Schlangen. Die Leute, die vor dem Fahrradmarkt im Indupark in Dortmund-Kley anstehen, sind auf der Suche nach einem neuen Zweirad. Der Grund für den enormen Ansturm auf Fahrräder könnte die Corona-Krise sein, denkt auch Wiebke Landwehr, die in dem Geschäft als Storeleiterin arbeitet.

"Die Kunden haben es geschafft, uns innerhalb von vier Wochen fast leer zu kaufen. Wir kommen mit dem Aufbau kaum noch hinterher", sagt sie gegenüber den Ruhr Nachrichten. Zwar befände man sich gerade auch mitten in der Hauptsaison für den Radsport, Wiebke Landwehr macht aber vor allem die vergangenen Wochen unter Corona-Maßnahmen für den großen Andrang verantwortlich.

Corona-Krise in Dortmund: Boom in der Fahrradbranche ist riesig

Und das ist sicherlich nicht ganz abwegig. Immerhin haben die Fitnessstudios in NRW erst seit dem 11. Mai wieder geöffnet und das nur unter strengen Auflagen. Auch der Sport in Vereinen findet derzeit noch sehr eingeschränkt statt. So einBoom in der Fahrradbranche sei in dieser Form noch nie dagewesen, sagt Landwehr weiter.

"Einiges ist immer noch nicht möglich. Also fahren die Leute Rad", wird die fahrrad.de-Storeleiterin von den Ruhr Nachrichten zitiert. Die Auswahl ist in dem Fahrradgeschäft im Dortmunder Indupark ist sehr groß. Um so wichtiger ist es, beim Kauf eines neuen Rades auf einiges zu achten.

Fahrradladen in Dortmund: Kunden haben die Qual der Wahl

So sollten sich Neueinsteiger vor dem Gang ins Fahrrad-Geschäft Gedanken darüber machen, was sie eigentlich wollen, denn Fahrrad ist nicht gleich Fahrrad. Je nach Sportlichkeit und Bedürfnis gibt es nicht nur verschiedene Modelle, Marken und Größen. Zwischen einem Cityrad, Trekkingrad, Mountainbike oder E-Bike hat man die Qual der Wahl. Eine Radtour durch das Ruhrgebiet wäre wohl mit einem E-Bike am bequemsten. Für jede Situation gibt es also das richtige Fahrrad.

Das Fahrrad als Gewinner der Corona-Krise?

Viele scheinen jedoch einfach nur zuschlagen zu wollen, weil sie befürchten, leer ausgehen zu können. Wiebke Landwehr sieht da durchaus Parallelen zu den Corona-Hamsterkäufen. "Nach dem Motto: Wenn das zweilagige Papier nicht da ist, kaufe ich eben das vierlagige."

Video: Andreas Scheuer testet autonomes Fahren - auch auf dem Fahrrad

So oder so, bei fahrrad.de in Dortmund, das im Juli vergangenen Jahres sein Geschäft im Indupark eröffnet hat, werden die Leute leicht fündig. Auch, wenn die aktuell mit längeren Wartezeiten rechnen müssen. Denn die Fahrräder, die von den Kunden online geordert werden können, landen zur Montage im Laden an der Wulfshofstraße. 

Bei der Nachfrage könne das dann schon mal zwei bis drei Wochen dauern. Wer sich dann aber endlich auf sein neues Fahrrad schwingen kann, der dürfte sich besonders über schöne Fahrradwege und sichere Fahrradspuren in der Stadt oder hier und da aufploppende Pop-up-Bikelanes freuen.

Ausführlichere Infos zum Thema findet ihr im Bericht der Ruhr Nachrichten (Bezahlartikel).

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