Verkehr

Dortmund baut nächste Fahrradwege und streicht wieder Parkplätze und Fahrspuren

Immer mehr Radwege entstehen derzeit in der Innenstadt von Dortmund. Der motorisierte Verkehr hat das Nachsehen – vor allem an zwei Hauptrouten.

Dortmund – Das Blatt im Dortmunder Verkehr scheint sich zu wandeln. RS1, Radwall, Nordtangente – immer mehr Radwege werden für Radler komfortabel ausgebaut. Am Wall kommt nun ein weiterer Teil vom „Radwall“ dazu.

StadtDortmund
EinwohnerRund 600.000
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Dortmund investiert 1,5 Millionen Euro in nächsten Radweg auf dem Wall

1,5 Millionen Euro will die Stadt Dortmund – sollte der Rat am 22. September zustimmen – für die Abschnitte 8 und 9 des Radwegs um den Wall in die Hand nehmen. Die Fertigstellung ist in 2023 vorgesehen.

Erst kürzlich wurde ein neuer, 1,5 Kilometer langer Abschnitt zwischen Bornstraße und Adlerturm eröffnet. 200 Parkplätze entlang des Walls wurden dafür entfernt.

Stadt Dortmund streicht weitere 37 Parkplätze am Wall – wegen neuem Radweg

Auch beim Bau des nächsten Radwall-Abschnitts zwischen Brüderweg und Bornstraße kommt die Stadt Dortmund nicht umher, Parkplätze zulasten des neuen Radwegs zu tilgen. In diesem Fall sind es aber nur 37. Statt 189 Parkplätze gibt es dort künftig 152 Pkw-Stellplätze. Die Stadt hält die vorhanden Parkplätze plus die umliegenden Parkhäuser für ausreichend.

Mit der Verbesserung der Radwege in der City verspricht sich die Stadt Dortmund mehr Rad- und weniger motorisierten Verkehr. Im Umkehrschluss, so zumindest der Plan, soll der CO₂-Ausstoß in der City gesenkt werden – denn der ist noch viel zu hoch.

Dortmunder Fahrradwege in der Innenstadt sollen möglichst viel Komfort bieten

Erreicht werden soll das Ziel durch möglichst viel Komfort für Radfahrer. Heißt für den Abschnitt zwischen Brüderstraße und Bornstraße, dass Radfahrer auf eine Fahrradstraße geführt werden, auf der sie in beide Fahrtrichtungen quasi freie Fahrt haben. Der Radweg befindet sich abseits des Dortmunder Wallrings auf einer Nebenfahrbahn.

Von der Bornstraße haben Radfahrende künftig dann die Möglichkeit, über den Radwall auf die sogenannte „Nordtangente“ zu gelangen. Der erste Abschnitt an der Steinstraße hinter dem Hauptbahnhof ist bereits fertig.

Stadt Dortmund streicht Auto-Fahrspuren an „Nordtangente“ zugunsten der Radfahrer

Hier hat die Stadt Dortmund aus vier Autospuren zwei gemacht, um in beiden Fahrtrichtungen einen Fahrradweg zu errichten. Nach und nach soll die komplette, 2 Kilometer lange, „Nordtangente“ vom Sunderweg bis zur Gronaustraße einen überwiegend drei Meter breiten Radfahrstreifen bekommen.

Dortmund baut seine Radwege in der Innenstadt aus – wie hier an der Steinstraße hinter dem Hauptbahnhof.

Diese Straßen entlang der „Nordtangente“ sind vom Wegfall von Kfz-Fahrstpuren betroffen:

  • Treibstraße (ab Sunderweg)
  • Grüne Straße
  • Steinstraße
  • Heiligegartenstraße
  • Jägerstraße
  • Jägerstraße (bis Gronaustraße)

Heißt für den motorisierten Verkehr im Umkehrschluss: Aus vier Fahrspuren werden entlang dieser Route nur noch zwei. Auch hier will die Stadt Dortmund erwirken, dass wichtige Ziele entlang der Tangente – etwa Hauptbahnhof, die Hauptpost, Arbeitsagentur oder Musikschule – gut mit dem Fahrrad erreicht werden können und dadurch der CO2-Ausstoß sinkt.

Wann der gesamte 2-Kilometer-Abschnitt fertig ist, steht noch nicht fest. Die Verwaltung der Stadt Dortmund hat die Planungen nach Abstimmung im Rat der Stadt aber bereits aufgenommen (hier weitere Dortmund-News bei RUHR24 lesen).

In Sachen RS1 gibt es derweil nichts Neues. Der Bau des Radschnellwegs Ruhr 1 läuft in Dortmund nur schleppend voran und könnte sich bis 2030 ziehen. Im Frühjahr 2022 wurde zumindest der erste Abschnitt an der Großen Heimstraße im Kreuzviertel eröffnet. Von total 24 Kilometern RS1 ist in Dortmund damit rund 1 Kilometer fertig.

Rubriklistenbild: © Roland Gorecki/Dortmund-Agentur

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