Overshoot Day

Trotz Coronavirus: Extinction Rebellion starten Demonstration auf Friedensplatz in Dortmund

Zum Overshoot Day plant Extinction Rebellion trotz des Coronavirus einen Protest in Dortmund.
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Zum Overshoot Day plant Extinction Rebellion trotz des Coronavirus einen Protest in Dortmund.

Aufgrund des aktuell herrschenden Kontaktverbots gestalten sich Demonstrationen eher schwierig. Extinction Rebellion planen in Dortmund dennoch eine Aktion. 

  • Demonstrationen sind aufgrund des Coronavirus derzeit kaum möglich.
  • Einige Organisationen haben bereits dezentrale Proteste veranstaltet.
  • Extinction Rebellion will zum sogenannten "Overshoot Day" aber wieder mit Mitgliedern vor die Tür gehen.

Dortmund/NRW - Während der Krise rund um das Coronavirus rückt ein politisches Thema der vergangenen Jahre in den Hintergrund. Die Umweltorganisation Extinction Rebellion will am Sonntag, den 3. Mai, aber wieder mehr Bewusstsein für den Klimawandel schaffen und geht dafür laut Informationen von RUHR24.de* auch in Zeiten des Kontaktverbots vor die Tür.

Extinction Rebellion "feiert" in Dortmund den Overshoot Day

Wenn der Verbrauch von Ressourcen auf der Welt so hoch wäre, wie bei den Menschen in Deutschland, wären diese bereits am 3. Mai verbraucht. Genau darauf will die Organisation Extinction Rebellion in diesem Jahr auch trotz des Coronavirus und des damit einhergehenden Kontaktverbots nicht nur virtuell aufmerksam machen.

Denn die Mitglieder des umstrittenen Verbunds treffen sich auch während der Corona-Krise für ihre Aktion vor der Tür. Im Rahmen eines sogenannten "Overshoot Festivals" wollen die selbsternannten Rebellen in bundesweiten Mahnwachen auf diese Problematik und die aktuelle Situation des Weltklimas aufmerksam machen, wie Extinction Rebellion mitteilt.

Dortmund: Overshoot Day verschiebt sich jeden Tag etwas nach vorne

Nicht nur in Deutschland, auch weltweit machen verschiedene Organisationen jedes Jahr auf den "World Overshoot Day" aufmerksam. Dieser verschiebt sich nach aktuellem Status jedes Jahr etwas nach vorne, wie der WWF berichtet. In diesem Jahr sind die weltweit nachwachsenden Ressourcen, die sich innerhalb eines Jahres regenerieren können, am 29. Juli aufgebraucht.

Bei ihrer Mahnwache in Dortmund will Extinction Rebellion mit rund 20 Personen von 14 bis 16 Uhr auf dem Friedensplatz auf diesen Zustand aufmerksam machen. "Bei den Aktionen geht es nicht um Schuldvorwürfe, sondern darum, Missstände aufzudecken. Die Mehrheit der Gesellschaft will nicht mehr hinnehmen, dass wir auf Kosten der restlichen Welt und unseren Kindern konsumieren", so Judith Pape von Extinction Rebellion. Allerdings: Die Hygienevorschriften, Abstandsregelungen und auch gegebenenfalls lokal herrschende Vorgaben will die Gruppe dabei dringend beachten. 

Dortmund: Extinction Rebellion stehen immer wieder unter Kritik

Zuletzt machte die Gruppe mit einer Aktion im NRW Landtag auf sich aufmerksam*. Insgesamt acht Klimaschützer klebten sich am Landtag fest. Wie die Rheinische Post berichtete, sind die Aktivisten als angemeldete Besuchergruppe in den Landtag NRW gelangt.

Video: "Extinction Rebellion": Polizei nimmt Klimaaktivisten in Gewahrsam

Allerdings steht Extinction Rebellion immer wieder auch in der Kritik. Unter anderem wird der Gruppe vorgeworfen, nur ungenaue Forderungen zu stellen. Sie wurde von der Aktivistin Jutta Ditfurth sogar als "esoterische Weltuntergangssekte" bezeichnet. The Guardian kritisierte außerdem, dass die Organisation nicht inklusiv sei und überwiegend aus Mitgliedern weißer Hautfarbe bestehen würde. lez

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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