Tweet sorgt für Sympathien

Klinikum Dortmund postet Statement nach Mega-Evakuierung: "Nie wieder..."

Mit einem Tweet hat das Klinikum Dortmund während der Mega-Evakuierung am Wochenende die Sympathien auf seine Seite gebracht.

  • Die Stadt Dortmund hat eine der größten Evakuierungen ihrer Geschichte hinter sich.
  • Das Klinikum Dortmund meldete sich währenddessen mit einem Tweet zu Wort.
  • Dieser sorgte für Sympathien unter Kommentatoren im Netz.

Dortmund - Die Stadt Dortmund hat eine der größten Evakuierungen ihrer Geschichte hinter sich. Rund 14.000 Menschen mussten am Wochenende ihre Wohnungen oder das Krankenbett in den betroffenen Kliniken verlassen und einen Tag ausharren. Am Ende lief alles gut, zwei Blindgänger wurden erfolgreich entschärft. (Lest hier alle Infos in unserem ausführlichen Ticker nach)

Klinikum Dortmund: Tweet während Mega-Evakuierung sorgt für Jubel

Auch im Klinikum Dortmund, wo es jetzt einen neuen Ausbruch des Coronavirus gab,  lief vieles reibungslos. Gleichzeitig darf sich das bereits mehrfach ausgezeichnete Social-Media-Team des Krankenhauses auf die Schulter klopfen. Ein Tweet vom Wochenende sorgt für viele Sympathien und führt vor Augen, warum Dortmund immer wieder mit nervigen Evakuierungen und brenzligen Entschärfungen von Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg vorlieb nehmen muss.

In dem Tweet heißt es wörtlich:

"Was man sich angesichts #doBombe aktuell vor Augen halten muss: Weil der Faschismus in seinem Größen- & Rassenwahn vor knapp 80 Jahren meinte, Europa & die Welt angreifen zu müssen, haben wir heute noch mit den Folgen zu kämpfen. Daher gilt mehr denn je: Nie wieder Faschismus!"

Einen Tag nach Veröffentlichung dieses Posts haben sich rund 1800 Likes darunter angesammelt, außerdem wurde der Beitrag rund 500 Mal geteilt. Auch unter den Kommentatoren finden sich zahlreiche Befürworter. "Tolles Statement, leider lernt die Menschheit nieee dazu. Schaut euch die aktuell politische Lage in Europa an!", schreibt ein User, der auf den Vormarsch rechter Parteien in auf dem alten Kontinent verweist. Ein weiterer User schreibt kurz und prägnant: "Keine Faschisten, kein Krieg, keine Bomben."

Zuletzt sorgte das Klinikum Dortmund mit einer riskanten Operation für Aufsehen, die einem BVB-Fan wohl das Leben rettete.

Tweet des Klinikums Dortmund sorgt für Sympathien

Unterdessen kommt der Tweet nicht ohne das übliche Grummeln rechtsextremer Kommentatoren aus. Sascha Krolzig etwa, Dortmunder Neonazi und Vorsitzender der Partei "Die Rechte", wirft dem Klinikum zum Beispiel "Verschleierung" vor. Dem jüngst verurteilten Straftäter zu Folge hätten "demokratische Kriegsverbrecher" - demnach die Alliierten - für die "mörderische Last" unter Dortmunds Boden gesorgt.

Was Krolzig außer Acht lässt: Erst das Verhalten der Nazis - unter anderem mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 - hatte für die Reaktion der Alliierten während des Zweiten Weltkriegs gesorgt. Millionen Menschen kamen davor durch die Angriffe der Nazis ums Leben.

Spott für Tweet von Neonazi aus Dortmund

Der Spott für den Tweet des Rechtsextremen folgt prompt. So kontert eine Userin: "Jajajajaja. Und Hitler wollte ja 39-45 nur mit seinen Modellbauflugzeugen spielen. Geh bügeln."

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