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Zugegebenermaßen: Die Alpen haben wir nicht vor der Haustür. Doch richtiges Flachland haben wir in Dortmund auch nicht. Im Gegenteil: Zum Teil kann es in unserer Stadt ganz schön hügelig werden. Wir haben euch die höchsten Erhebungen rausgesucht.

Am Dienstag (11. Dezember) war „Internationaler Tag der Berge“. Anlass genug, um sich in Dortmund mal auf die Suche nach den höchsten Erhebungen zu begeben. Kann man hier etwa klettern gehen? Wohl eher nicht. Die höchsten „Berge“ sind keine 300 Meter hoch.

Dortmund ist gar nicht so flach wie gedacht

In Dortmund gibt es – ganz typisch fürs Ruhrgebiet – sehr viele Halden. Dadurch wirkt das Stadtbild insgesamt schon mal etwas hügeliger. Doch auch sonst ist es in unserer Stadt nicht allzu flach. Vor allem im Dortmunder Süden geht es auf und ab. Zum Beispiel rund um den Phoenixsee.

Das Fahrradfahren kann hier schon mal richtig anstrengend werden, wenn man nicht gerade ein Mountainbike zur Verfügung hat. In Richtung Hohensyburg wird es sogar teilweise echt bergig – hier kommt Sauerland-Feeling auf!

Der Grund für die topografischen Unterschiede in Dortmund dürfte in der Ausdehnung der Stadt liegen. Dortmund liegt im äußeren Teil des Ruhrgebiets in der Nähe zum bergischen Land und dem Sauerland. Zusätzlich erstreckt sich die Stadt weitläufig von Norden nach Süden über rund 25 Kilometer. Zum Vergleich: In Essen sind es nur knapp 19 Kilometer.

Das sind die höchsten Erhebungen in Dortmund

Die meisten Erhöhungen in Dortmund sind Halden. Doch es gibt auch einen kleinen Berg. Wir haben für euch die höchsten Punkte aufgelistet.

Deusenberg: 50 Meter hoch

Die ehemalige Mülldeponie befindet sich im Dortmunder Stadtteil Deusen und wurde von der EDG Entsorgung Dortmund GmbH betrieben. 1992 wurde der Betrieb der Deponie aber eingestellt.

Nach umfangreichen Revitalisierungsmaßnahmen wie die zum Beispiel der Aufschichtung einer Isolationsdecke wurde die Halde im Jahre 2004 für die Öffentlichkeit frei gegeben. In der auf ihr errichteten Mountainbike-Arena trainieren regelmäßig Mountainbiker – ob Anfänger oder Fortgeschrittene.

Halde Gotthelf: 42 Meter hoch

Im Stadtteil Hombruch im Dortmunder Süden befindet sich die Halde Gotthelf. Im Volksmund wird die grüne und teils sehr steile Erhebung auch als „Hombrucher Alpen“ bezeichnet. Sie hat zwei Gipfel.

Im Jahre 2001 wurde sie als Naherholungsgebiet und Aussichtsplattform für die Öffentlichkeit freigegeben. Früher stand hier die Zeche Glückauf Tiefbau.

Deponie Grevel: 34 Meter hoch

Die Halde im Stadtteil Grevel in Dortmund wird im Volksmund auch Greveler Alm genannt und hat zwei Besonderheiten. Zum einen kann man von hier bis ins südliche Münsterland gucken und zum anderen hat man einen Blick auf das vordere Sauerland.

Die ehemalige Mülldeponie wurde zehn Jahre lang saniert – sie entstand in den 1960er-Jahren. Außerdem befinden sich auf der Halde Wander- und Reitwege mit einer Gesamtlänge von etwa 4,5 Kilometern.

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Halde Schleswig: 48 Meter hoch

Sie befindet sich an der Aplerbecker Straße und ist aktuell noch nicht für die Öffentlichkeit freigegeben. Volksmünder bezeichnen die Halde auch als „Asselner Alm“. Ihre Revitalisierung beschäftigt die Dortmunder seit Jahren, momentan ist der Zugang für Jedermann aber noch nicht möglich.

Ab wann das passieren soll, ist aktuell noch nicht klar. Was jedoch feststeht ist, dass man an schönen wolkenfreien Tagen eine freie Sicht auf Schloss Cappenberg haben soll. Sie befindet sich zwischen den Stadtteilen Asseln und Brackel.

Hohensyburg: 245 Meter hoch

Sie wird auch Syburg genannt und ist die höchste Erhebung Dortmunds. Mit 245 Metern liegt der Mini-Berg im absoluten Süden der Stadt und ist aufgrund der Höhe ein beliebtes Wander- und Ausflugsziel.

Seit 1985 ist sie Heimat der Spielbank Hohensyburg. Zusätzlich befinden sich dort auch viele Denkmäler wie zum Beispiel der Vincketurm, das Kriegerdenkmal und das Kaiser-Wilhelm-Denkmal.