Uni Dortmund erforscht jetzt Hip-Hop - europaweit einzigartiges Zentrum entsteht

Hip Hop artist Tramar Lacel Dillard better known as 'Flo Rida'. Foto: dpa
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Hip Hop artist Tramar Lacel Dillard better known as 'Flo Rida'. Foto: dpa

Dortmund/NRW - An der TU Dortmund tut sich was - und zwar zum Thema Hip-Hop. Entstehen soll ein großes internationales Netzwerk von Forschern, die sich unter anderem aus der kulturwissenschaftlichen Perspektive mit Hip-Hop beschäftigen.

An der TU Dortmund tut sich was - und zwar zum Thema Hip-Hop. Entstehen soll ein großes internationales Netzwerk von Forschern, die sich unter anderem aus der kulturwissenschaftlichen Perspektive mit Hip-Hop beschäftigen.

Bereits Anfang März kamen 20 Forscher, Künstler und Aktivisten zu einem Gründungstreffen in der TU Dortmund zusammen, um sich über Hip-Hop und Forschungsprojekte rund um das Thema auszutauschen. Ziel war es vor allem, den Forschungsstand mit den Partnern europäischer Universitäten abzugleichen und das Gebiet in Zukunft gemeinsam weiter zu entwickeln.

Hip-Hop als wichtiger Forschungsbereich

Hip-Hop ist nicht länger nur eine Musikrichtung mit afroamerikanischen Wurzeln. Im Gegenteil: Die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Hip-Hop Kultur hat sich mittlerweile nicht nur in Dortmund, sondern an Universitäten in ganz Europa zu einem wichtigen Lehr- und Forschungsbereich etabliert.

Ein interessanter Forschungsansatz ist zum Beispiel, wie man Hip-Hop nutzen kann, um Jugendlichen etwas zu vermitteln oder um ihnen neue Bereiche zu eröffnen. Organisatorin Dr. Sina Nitzsche aus der Fakultät Kulturwissenschaften sagt: "Es besteht eine Chance, über Hip-Hop Jugendlichen einen Zugang zu anderen Kulturbereichen zu eröffnen." Denn "Rap als Teil der HipHop-Kultur" sei die Musik vieler Schüler, die man so erreichen könne, meint auch die Lehramtsstudentin Frida Buiter.

Motto: "Hip-Hop is the people"

Der Bereich Amerikanistik der TU Dortmund hat das Thema Hip-Hop selbst vor wenigen Jahren für sich entdeckt, erste Forschungsprojekte ins Leben gerufen und im März zum Gründungstreffen eingeladen. "Die Hip-Hop-Studies sind ein vielfältiges, dynamisches und interdisziplinäres Forschungsfeld, das seit den 1990er Jahren stetig gewachsen ist", sagt Prof. Walter Grünzweig von der Fakultät Kulturwissenschaften. Die TU Dortmund soll nun zum Zentrum der europäischen Hip-Hop-Forschung werden.

Das Gründungstreffen richtete sich an Hip-Hop-Interessierte aus Forschung und Praxis und stand unter dem Motto "Hip-Hop is the people” der amerikanischen Hip-Hop- und R'n'B Sängerin Erykah Badu. Dieses Motto soll deutlich machen, dass der Dialog und die Zusammenarbeit der Hip-Hop-Forscher mit den Musikern in Europa eine zentrale Position einnimmt.