Betrugsprävention

Dortmund will mit besonderer Maßnahme Betrug mit Enkeltrick verhindern

Geldinstitute in Dortmund wollen Beitrag zur Betrugsprävention leisten.
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Geldinstitute in Dortmund wollen Beitrag zur Betrugsprävention leisten.

Die Polizei versucht schon lange die Bürger vor Trickbetrügern zu bewahren. Jetzt schalten sich auch die Geldinstitute ein und erhoffen sich durch einfachen Trick-Erfolg in der Verhinderung von Betrugsfällen.

Dortmund - Betrugsfälle, bei denen sich die Täter als Enkel oder als Polizeibeamte ausgeben, sind keine Seltenheit mehr. Das Ziel des Täters ist die hohe Bargeldsumme des Opfers, die letztlich von einem Bankkonto abgehoben werden muss. Genau hier wollen die Bankinstitute in Dortmund nun eine weitere Präventionsarbeit leisten.

Dortmund: Geldinstitute haben neues „Werkzeug“ für Präventionsarbeit

Die Geldinstitute der Commerzbank, der Sparkasse und der Volksbank arbeiten von nun an mit speziellen Umschlägen für die Ausgabe größerer Geldsummen. Auf den Umschlägen sollen bestimmte Fragen stehen, die dabei helfen sollen, einen möglichen Betrugsanruf zu erkennen (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Opfer sollen nicht auf die Betrugsmasche Enkeltrick oder vermeintliche Gewinnanrufe hereinfallen. Diese Fragen sollen darauf aufmerksam machen und sensibilisieren:

  • Wurden sie angerufen?
  • Sollen Sie das Geld noch heute übergeben?
  • Wurde Ihnen verboten, über den Grund der Abhebung zu sprechen?

Dortmund: Große Hoffnung für Betrugsprävention - Betrugsmasche vor allem bei Älteren

Die Umschläge sollen präventiv an Bürger ausgegeben werden, die eine hohe Geldsumme abheben - insbesondere an ältere Kunden. Der Umschlag soll zudem Handlungsanweisungen für potenzielle Betrugsopfer geben, die sich aus Scham oder weil sie sich unter Druck gesetzt fühlen, nicht bei der Polizei melden möchten.

Dann helfe „der Umschlag vielleicht doch bei der Entscheidung, die Polizei einzuschalten“, begründet die Polizei Dortmund. Dass Betrugsmaschen häufig bei älteren Menschen angewandt werden, schockiert auch die Geldinstitute immer wieder.

Dortmund: Geldinstitute sehen Umschläge als weiteres Mittel der Betrugsprävention

Die Mitarbeitenden der Banken seien bereits für mögliche Betrugsfälle sensibilisiert, trotzdem biete die Möglichkeit der Umschläge nochmal ein wichtiges Hilfsmittel bei der Verhinderung von Trickbetrug.

„Kriminelle werden leider immer skrupelloser, um an das Geld unserer Kundinnen und Kunden zu kommen.“, so der Marktbereichsleiter der Sparkasse, Jeffrey Schulz. Demnach sei es auch bei den Geldinstituten ein großes Anliegen, die Mitbürger darüber aufzuklären und Betrugsfälle zu verhindern.

Die Polizei Dortmund bietet Telefonsprechstunden und Online-Vorträge an, um sich über die Vorbeugung von Betrugsfällen zu informieren.