Klimafreundliche Wärmeversorgung

Dortmunder City-Kraftwerk geht eher vom Netz – das sind die Auswirkungen

In Dortmund geht das Kraftwerk von DEW21 drei Monate eher vom Netz als geplant.

Dortmund - Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) schließt das Kraftwerk in der Nordstadt in Dortmund drei Monate früher als angekündigt. Statt Ende September wird das Kraftwerk jetzt schon abgeschaltet.

OrtDortmund - Nordstadt, Weißenburger Straße
UnternehmenDortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21)
MitteilungKraftwerk geht früher vom Netz

Das Kraftwerk Dortmund von DEW21 wird früher abgeschaltet

Das Kraftwerk Dortmund an der Weißenburger Straße speist nun nicht mehr in das Fernwärmenetz der Innenstadt ein. Jetzt wird die klimafreundlichere Abwärme von den Deutschen Gasrußwerken genutzt. Aber wie ist das jetzt schon möglich?

„Neben dem Projektfortschritt haben wir aber mit Blick auf die vor uns liegenden, warmen Sommermonate die passenden Voraussetzungen, um bereits jetzt auf die gasbasierte Wärme zu verzichten – ohne dass es Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit hat“, verdeutlicht Peter Flosbach, Technik-Geschäftsführer bei DEW21.

So könne früher und mehr klimaneutrale Wärme eingesetzt werden. Das reduziere zusätzlich die CO2-Emissionen der Stadt Dortmund. Denn bisher wurde im Kraftwerk Dortmund Wärme und Strom durch die Verbrennung von Gas erzeugt.

Gaskraftwerke erzeugen zwar im Vergleich zu Braunkohle deutlich weniger CO2, trotzdem lassen sich durch das komplette Abschalten nun etwa 45 000 Tonnen CO2 zusätzlich im Jahr einsparen. Eine direkte Auswirkung auf den Strompreis hat die CO2-Einsparung nicht. Die derzeitige Turbulenz des Energiemarktes ist der Grund dafür, warum jetzt eine Preiserhöhung des Energieversorgers DEW21 in Dortmund auf die Verbraucher zukommt.

Kraftwerk in Dortmund - Klima-Ziel von DEW21 ist zehn Jahre früher als bundesweit

Von DEW21 selber wird das frühzeitige Abschalten des Kraftwerks Dortmund als „wichtigen Meilenstein auf dem Weg in Richtung Klimaneutralität 2035“ gesehen. Nach eigenen Angaben des Dortmunder Unternehmens ist das Ziel, zehn Jahre eher zu sein als die bundesweite Vorgabe bis zum Jahr 2045.

Es ist zu hoffen, dass sich DEW21 als Dortmunds Energieversorger weiterhin in den Initiativen „Klimawerken“ und in der „Stadtwerke-Initiative Klimaschutz“ der ASEW engagiert. So sei die Chance für Dortmund als Vorreiter, die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, durch die Zusammenarbeit deutlich erhöht (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi/RUHR24

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