Free-Floating-Stopp

Dortmund: E-Roller-Chaos in der Stadt – Maßnahme soll Verkehr entlasten

Keine herumliegenden E-Roller mehr auf Rad- und Fußwegen. Das will die Stadt Dortmund erreichen.

Dortmund – 3.500 E-Roller sind laut Angaben der Stadt derzeit auf Dortmunds Straßen unterwegs. Besonders beliebt sind die Scooter in der Innenstadt, weil man mit ihnen schnell von A nach B kommt. Das Problem: Viele der Roller werden auf Gehwegen und Radwegen abgelegt. Zum Leid von anderen Verkehrsteilnehmern. Doch die Stadt Dortmund hat einen Plan.

StadtDortmund
BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Dortmund: Schluss mit E-Roller-Chaos – Stadt richtet knallharte Maßnahme ein

Dass ein abgelegter E-Roller den Radweg blockiert, kommt in Dortmund täglich vor. Schuld daran ist das sogenannte „Free-Floating-Prinzip“, bei dem es keine festen Ausleih- oder Rückgabe-Stationen gibt und die Roller einfach irgendwo abgestellt werden können. Fahrer und Fahrerinnen finden die E-Roller mithilfe einer Smartphone-App, in der sie die Scooter auch direkt bezahlen können.

Zumindest in der Innenstadt soll mit diesem Prinzip laut Angaben der Stadt Dortmund aber Schluss sein und es werden feste Flächen für die Ausleihe und Rückgabe eingerichtet. Aber wie wird das funktionieren?

E-Roller dürfen in Dortmund bald nicht mehr überall abgestellt und gemietet werden

Das unbeschränkte „Free-Floating“ der E-Roller soll künftig nur noch in Stadtteilen außerhalb der Innenstadt zugelassen werden. Dadurch erhofft sich die Stadt, dass keine Scooter mehr unbefugt auf Rad- und Gehwegen abgestellt und beispielsweise ältere Passanten behindert werden.

Zusätzlich soll die uneingeschränkte Nutzung in den Vororten die dortige Mobilität fördern. Fahrer und Fahrerinnen könnten die Scooter dort nutzen, um von der Haustür zur Bushaltestelle oder zum Bahnhof zu gelangen. Über geeignete Abstellmöglichkeiten, wie es beispielsweise bei Fahrrädern der Fall wäre, müssten sie sich keine Gedanken mehr machen.

Dortmund: Verleiher von E-Rollern müssen Sondergenehmigung für Ausleihe und Rückgabe beantragen

Um die festen Flächen für die Ausleihe und Rückgabe in der Dortmunder Innenstadt nutzen zu können, müssen die Verleiher künftig eine gebührenpflichtige Sondergenehmigungserlaubnis beantragen. Sorge davor, dass die Scooter-Anbieter diese Gebühr nicht zahlen wollen und ihre Kooperationen mit der Stadt Dortmund beenden könnten, habe die lokale Politik aber nicht.

„Ich denke, es wird eine Gewöhnungsphase geben, aber das Angebot wird deutlich attraktiver und übersichtlicher und daher wird sich das Image der E-Scooter verbessern – diese Regelung wird sich positiv in Dortmund auswirken“, meint Planungsdezernent Ludger Wilde (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

E-Roller sind in Großstädten beliebt – blockieren aber oft Geh- und Radwege. 

E-Roller in Dortmund: ein beliebtes Verkehrsmittel für junge Leute - auch in der Nacht

E-Scooter gehören seit mittlerweile drei Jahren zum festen Bestandteil des Verkehrs in Dortmund. Vor allem unter jungen Bürgern und Bürgerinnen sind die elektrischen Flitzer beliebt, weil sie schnell sind und anders als etwa Busse oder Bahnen ganztägig – also auch in der Nacht – genutzt werden können.

Um mit einem E-Roller fahren zu können, muss man diesen zunächst über eine App freischalten. Anschließend zahlt man pro Minute einen Festpreis. Je nach Anbieter zahlt man – in Dortmund sind die bekanntesten Verleiher „Lime“ und „Tier“ – etwa 15 bis 25 Cent. Im Durchschnitt würde man für eine 30-minütige Fahrt also etwa 7 Euro zahlen, wobei eine Akkuladung für 15 bis 30 Kilometer reicht.

Rubriklistenbild: © Edith Geuppert/dpa

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