Mordversuch mit Hammer

Mordkomplott gegen Lehrer aus Dortmund: Schüler zu Haftstrafe verurteilt

+
Drei Schüler aus Dortmund Dorstfeld sollen aus Angst vor schlechten Noten versucht haben, ihren Lehrer zu töten. Der Prozess startet heute. 

Drei Schüler aus Dortmund sollen aus Angst vor schlechten Noten versucht haben, ihren Lehrer zu töten. Nun ist das Urteil gefallen. 

  • In Dortmund wollten drei Schüler im vergangenen Mai einen Lehrer töten
  • Der Lehrer schöpfte Verdacht und kam ohne Verletzung davon.
  • Nun wurden die Jugendlichen teilweise zu Haftstrafen verurteilt.

Update, Montag (6. Juli), 9.25 Uhr: Dortmund - Der Prozess am Landgericht Dortmund im Falle des Mordkomplotts gegen einen Lehrer ist zu Ende. Das Ergebnis: Der 17-jährige Hauptangeklagte wurde zu drei  Jahren Haftstrafe wegen versuchten Mordes verurteilt.

Mordkomplott gegen Lehrer: Schüler aus Dortmund zu mehreren Jahren Haft verurteilt

Ein weiterer Jugendlicher, der an dem Hinterhalt beteiligt gewesen sein soll, wurde wegen Beihilfe zu einem mehrwöchigen Jugendarrest verurteilt. Das etwas mildere Urteil bekam der Angeklagte mit der Begründung, dass er "seinem Freund nur helfen wollte". 

Der dritte Beschuldigte wurde nach Angaben des WDR freigesprochen. Über das genauere Strafmaß wollte das Landgericht allerdings keine Angaben machen. Die Gefängnisstrafe sei allerdings nicht auf Bewährung ausgesetzt, so ein Sprecher des Dortmunder Landgerichtes.

Das Gericht fällte das Urteil einer Haftstrafe, da sowohl in dem Hinterhalt, als auch in dem Schmieden eines neuen Plans eine Mordabsicht gesteckt habe. Noch ist das Urteil nichts rechtskräftig. Das heißt, die Schüler müssen die Haftstrafe noch nicht antreten. Es kann noch eine Revision gegen das Urteil beantragt werden.

Dortmund: Schüler wollten Lehrer töten - Urteil erwartet

Update, Montag (6. Juli), 9.25 Uhr: Heute, Montag (6. Juli), soll das Urteil im Falle des Mordkomplotts gegen einen Lehrer aus Dortmund fallen. Angeklagt sind drei Jugendliche (17, 18 und 19 Jahre alt), die versucht haben sollen, im Mai 2019 ihren Lehrer mit Hämmern zu erschlagen. Der Pädagoge wurde jedoch misstrauisch und drehte niemandem den Rücken zu. Ihm geschah an diesem Tag nichts.

Der Prozess findet aufgrund des Alters der Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Schüler bestreiten den versuchten Mord. Sie hätten ihren Lehrer "nur" verletzten wollen.

Mordkomplott gegen Lehrer aus Dortmund: Angeklagter weist Schuld von sich

Update, Dienstag (28. Januar), 18.05 Uhr: Dortmund - Am ersten Prozesstag wirkte der Lehrer Wolfgang Wittchow laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) nervös und angespannt. "Zumindest für den Haupttäter wünsche ich mir eine Strafe, die sich in Jahren und nicht nur in Monaten bemisst", so das vermeintliche Opfer. Resozialisierung könne ja auch im Gefängnis stattfinden.

Doch schon am ersten Verhandlungstag hat einer der drei Angeklagten, die heute 17, 18 und 19 Jahre alt sind, diese Vorwürfe zurückgewiesen. Er habe "jede Tötungsabsicht bestritten", erklärte Thomas Jungkamp, Sprecher des Dortmunder Landgerichts

Ursprungsmeldung, Dienstag (28. Januar), 13.34 Uhr: Die Angst vor schlechten Noten hat drei Schüler der Martin-Luther-King-Gesamtschule zu einem grausamen Plan verleitet: Die 16- bis 19-Jährigen wollten einen Lehrer töten. Der Prozess gegen die drei Angeklagten startet heute (Dienstag, 28. Januar) im Landgericht Dortmund. 

Dortmund: Schüler täuschen medizinischen Notfall vor

Wegen schlechter Noten war seine Versetzung gefährdet: Ein Schüler der Martin-Luther-King-Gesamtschule in Dortmund Dorstfeld sah deswegen offenbar nur einen Ausweg. Gemeinsamen mit einem 17-jährigen Mitschüler und einem 18-jährigen ehemaligen Schüler beschloss er im Mai vergangenen Jahres, einen 50-jährigen Lehrer zu töten. 

Die drei Schüler sollen einen medizinischen Notfall vorgetäuscht haben, um den Lehrer in einen Hinterhalt zu locken. Dann wollten sie dem Leben des Lehrers mit Hämmern bewaffnet ein Ende zu setzen. Der 50-Jährige schöpfte allerdings Verdacht und kehrte den Schülern nicht den Rücken zu: Der Plan des 16-Jährigen scheiterte

Schüler aus Dortmund nach Mordkomplott suspendiert

Im Vorfeld hatte der Schüler nicht nur Mittäter, sondern auch nach Alibi-Gebern gesucht: Einer der eingeweihten Mitschüler, die ihm ein solches geben sollten, vertraute sich allerdings seiner Mutter an, die wiederum während eines Elternsprechtages die Leitung der Gesamtschule in Dortmund informierte. Nachdem der geplante Mordkomplott aufgeflogen war, wurden die beiden beteiligten Schüler von der Schule suspendiert. 

Zunächst sollte keine Anklage gegen die 16- bis 18-Jährigen erhoben werden. Wie Staatsanwalt Felix Giesenregen damals gegenüber den Ruhr Nachrichten erklärte, müsse der Vorfall als "Rücktritt vom Versuch" gewertet werden. Weil die Schüler die Hämmer nicht gezogen hatten, könne man sie auch nicht bestrafen.

Anklage gegen Schüler aus Dortmund erhoben

Diese Sicht auf die Dinge hatte sich im Juli 2019 offenbar erledigt: Man habe, so damals ein Sprecher des Landgerichts, den Sachverhalt geprüft und sich doch entschlossen Anklage zu erheben. Es habe außerdem nie zur Debatte gestanden, nicht Anklage zu erheben. "Es scheint Bestrebungen gegeben zu haben, noch einmal gewaltsam auf den Lehrer einzuwirken", sagte Staatsanwalt Felix Giesenregen. 

Vor dem Landgericht Essen droht einem Musiklehrer aus dem Kreis Recklinghausen verantworten, der ein Verhältnis mit einer minderjährigen Schülerin gehabt haben soll. Es sind pikante Details bekannt geworden. 

Video: Aus heiterem Himmel angegriffen

Hinweise darauf hatten sich demnach aus der Handykommunikation der drei tatverdächtigen Schüler ergeben. Dabei fanden die Ermittler auf den Handys der Schüler auch Andeutungen zu weiteren Straftaten, darunter Sachbeschädigung und Brandstiftung. In der Anklage wirft die Staatsanwaltschaft dem Trio nun versuchten Mord und Verabredung zu einem Verbrechen vor, wie die dpa berichtet. Der Prozess startet heute (28. Januar) und findet im Landgericht in Dortmund statt.

In der nächsten Woche startet im Landgericht Dortmund auch ein anderer Prozess bei dem es um eine Gewalttat geht. Es Streit zwischen zwei Männern in der Nordstadt eskalierte. Einem der beiden wird nun versuchter Totschlag vorgeworfen. mit dpa-Material

Auch in Bielefeld ist es vor kurzem zu einem Angriff auf einen Menschen gekommen, der dabei schwer verletzt wurde - allerdings nicht durch einen Menschen, sondern durch ein Tier: Ein Mädchen, das beim Spielen auf dem Spielplatz von einem Kampfhund angegriffen wurde, musste anschließend ins Krankenhaus gebracht werden.  

Mehr zum Thema