Bild: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Mit der Thier-Galerie und dem Westenhellweg hat Dortmund eine der größten Einkaufsmeilen in Deutschland. Aber was fehlt den Besuchern noch zum Shopping-Glück? RUHR24 hat die ersten Ergebnisse einer Umfrage ausgewertet.

  • Umfrage von Dortmund-Tourismus, Cityring und ISM zeigt Wünsche von Kunden auf.
  • Nachhaltige Ware fürs Shopping gefordert.
  • Lebensmittel stehen hoch im Kurs.

Dortmund, so scheint es, hat in der Innenstadt so gut wie alles, was das Shopping-Herz begehrt. Sportartikel gibt es unter anderem bei Karstadt-Sport – oder seit März 2019 bei Decathlon, Bücher in der Mayerschen am Westenhellweg und über Schuhe und Textilien braucht man gar nicht erst anfangen zu sprechen. Auch Gastronomien gibt viele – und es kommen immer mehr dazu.

Westenhellweg. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24
Der Westenhellweg in Dortmund – gibt es hier schon alles, oder fehlt noch was? Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24

Aber lange nicht alles ist vorhanden, was die Besucher wirklich wünschen. Das zeigt jedenfalls eine Umfrage, die RUHR24 gemeinsam mit dem Cityring Dortmund und Dortmund-Tourismus sowie den Studierenden der International School of Management Dortmund durchgeführt hat.

Noch ist die Umfrage noch nicht endgültig abgeschlossen und ausgewertet, doch erste Tendenzen lassen sich schon über unsere Facebook-Post in Form von Kommentaren erahnen.

Lebensmittel für die City von Dortmund gewünscht

So scheint es ein großes Bedürfnis nach einem weiteren Lebensmittelladen in der City zu geben. In der vergangenen Zeit hatten Aldi im Untergeschoss der Galeria Kaufhof und Rewe in der Thier-Galerie dicht gemacht. Jetzt gibt es „nur“ noch den Bio-Supermarkt „Basic“, „Perfetto“ im Untergeschoss von Karstadt sowie eine Filiale von „Netto“ in der Kuckelke innerhalb des Wallrings.

Zu wenig? Zumindest was die Kommentare der RUHR24-User betrifft, könnte Dortmunds Innenstadt Lidl, Aldi oder einen weiteren Discounter gebrauchen.

Nachhaltige Ware – etwa ein Unverpacktladen

Auch hoch im Kurs stehen Geschäfte, die nachhaltige Ware anbieten – seien es Textilien oder Lebensmittel. So ist ein „Unverpacktladen“ für die City ein Wunsch einiger Kommentatoren. In Dortmund gibt es einen solchen bislang in der Saarlandstraße, nicht weit von der City. Ein weiterer ist in Planung.

An der Saarlandstraße hat Dortmunds erster Unverpacktladen von Cem Erdogdu eröffnet. Foto: Henry Schopp
An der Saarlandstraße hat Dortmunds erster Unverpacktladen von Cem Erdogdu eröffnet. Foto: Henry Schopp

Auseinander gehen die Meinungen, was die Bekleidungsgeschäfte angeht. Fordern einige RUHR24-Leser mehr Markenläden wie Michael Kors, Muji, Granit oder Urban Outfitters, heißt es bei anderen: „Bitte keine Ketten mehr“. So gibt es häufig auch den Wunsch nach mehr inhabergeführten Läden.

Erstaunlich: Gerade diese sind es, die in Innenstädten wie Dortmund immer wieder schließen müssen – weil sie den Kampf gegen die großen Ketten und wohl auch gegen den Internethandel verlieren.

Baumarkt wäre ein Wunsch

Mehrfach genannt wurde in der Umfrage zudem der Wunsch nach einem Baumarkt für die City. Der nächste größere befindet sich mit Hornbach an der Borsigstraße in der Nordstadt.

Ebenso fehlt einigen Dortmundern ein Apple-Store in Dortmund. Zwar kann man in Elektronik-Märkten wie Saturn oder Gravis Produkte des US-Riesen kaufen, aber einen eigenen Store gibt es derzeit keinen in Dortmund. Dafür müssen Kunden dann schon die Fahrt nach Oberhausen ins Centro oder nach Düsseldorf in Kauf nehmen.

Shopping für Tiere

Last but not least: Nicht nur an sich denken einige Dortmunder, sondern auch an ihr Tier. Jedenfalls scheint es den Wunsch nach Geschäften für Tierbedarf zu geben – obwohl es an der Rheinischen Straße – rund 360 Meter vom Ende des Westenhellwegs entfernt – einen Fressnapf gibt.

Esprit auf dem Westenhellweg macht dicht - was kommt als nächstes? Foto: Florian Forth/RUHR24
Esprit auf dem Westenhellweg macht dicht – was kommt als nächstes? Foto: Florian Forth/RUHR24

So oder so – der Westenhellweg bleibt in Bewegung. Man darf gespannt sein, was Dortmund Tourismus und der Cityring mit den Ergebnissen der Umfrage anstellen.

Übrigens: Schon in 2018 haben wir unsere Leser gefragt, was sie sich für die City wünschen. Das kam dabei raus.