Dortmund denkt über Einführung einer Umweltspur nach - Test in 2021?

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Wie Düsseldorf denkt auch Dortmund über eine Umweltspur nach. Foto: dpa

Dortmund/NRW - Die Stadt Dortmund denkt laut über die Einführung einer Umweltspur nach. Bis es so weit ist, kann aber noch viel Zeit vergehen, sagt OB Sierau.

In Nordrhein-Westfalen testen die ersten Städte eine Umweltspur für umweltfreundliche Fortbewegungsmittel wie E-Autos oder Radfahrer. Auch die Stadt Dortmund denkt inzwischen darüber nach.

Bis eine solche in der Ruhrgebiets-Metropole aber kommt, kann noch einige Zeit verstreichen. "Wir werden das erörtern und diskutieren", sagte Ullrich Sierau am Freitag (10. Mai) bei einer Pressekonferenz im Rathaus.

Eine Umweltspur, so Sierau, sei eine von vielen Möglichkeiten für Dortmund im Kampf um bessere Luft in der Stadt. Zu klären wäre aber noch, was genau eine Umweltspur sei und wer darauf fahren sollen dürfe.

Mittlerweile ist klar, dass kurzfristig eine Umweltspur in Dortmund eingerichtet wird. Grundlage war eine Klage der Deutschen Umwelthilfe, durch die die Verkehrswende in Dortmund angekurbelt wurde.

Sierau warnt vor Schnellschüssen

Kurzum: Es bedarf noch einer ganzen Reihe an Hirnschmalz und politischer Diskussion, um am Ende die Spur einzuführen - oder nicht. "Wir wollen das Kind nicht mit dem Bad auskippen", warnt Sierau vor Schnellschüssen.

Denkbar wären laut dem OB auch temporäre Formate wie in Essen. Heißt: Die Einführung einer Umweltspur für einen beschränkten Zeitraum. Am Ende müsste eine Analyse zeigen, was sie gebracht hat.

Aktuell ist die Stadt Dortmund dabei, ihren Plan einer emissionsfreien Innenstadt voranzutreiben. Getrieben werden die Verantwortlichen durch den Druck eines möglichen Dieselfahrverbots. Im dritten Quartal dieses Jahres erwartet OB Sierau das Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Münster.

Schnell in Diskussion einsteigen

"Wir werden jetzt schnell in die Diskussion einsteigen um das Ganze zu konzeptionieren", verspricht Sierau, der sich für eine Umsetzung nicht zeitlich festlegen wolle. Wahrscheinlich ist aber, dass es mit einer solchen Umweltspur vor den Kommunalwahlen 2020 nichts werde.

"Vielleicht könnte man es im Sommer 2021 ausprobieren", sagt Sierau, der der politischen Meinungsbildung aber nicht vorgreifen wolle.