Polizei zieht Fazit

Dortmunder Neonazis lassen bei Demo schwarz-weiß-rote Ballons aufsteigen

Eine Demo gegen Rechts ist am Samstag durch Dortmund gezogen. Veranstalter und Polizei ziehen nun ein Fazit.

Update, Samstag (27. August), 18.12 Uhr: Nach der Demo von circa 240 Demonstranten aus dem linken Spektrum in Richtung Dortmund-Dorstfeld spricht die Polizei Dortmund von einem „störungsfreien“ Marsch.

Neonazis lassen in Dortmund-Dorstfeld schwarz-weiß-rote Ballons aufsteigen

Derweil habe es von einer Standkundgebung an der Ecke Emscher/Thusneldaestraße – in dieser Gegend wohnen gehäuft Neonazis – eine Standkundgebung mit 27 Personen aus dem rechtsextremistischen Spektrum gegeben. Aus dieser Gruppe seien laut Polizei Dortmund „möglicherweise strafrechtlich relevanten Äußerungen“ gefallen.

Außerdem hätten Teilnehmende Ballons in den Farben schwarz, weiß, rot aufsteigen lassen – den Farben der Reichsflagge. Die Flagge darf in NRW seit 2020 nicht mehr gezeigt werden.

Zum Hintergrund: Die schwarz-weiß-rote Reichsfahne war zwischen 1871 und 1919 die Flagge des Deutschen Reichs, ab 1892 auch offizielle Nationalflagge des Kaiserreichs. Die Nationalsozialisten übernahmen die Farben ab 1933 wieder. Die Reichskriegsflagge war die Fahne der Streitkräfte des Deutschen Reichs.

Der Veranstalter der Demo, die Dortmunder Antifa, zeigt sich „zufrieden“ mit der Demo. „Antifaschist:innen konnten zeigen, dass sie die schwächelnde Naziszene nicht vergessen und Nazis in Dortmund immer wieder mit Protest gegen sie rechnen müssen. Wir lassen ihnen keinen Ruhe, damit sie für immer auf dem absteigenden Ast bleiben“, lässt sich eine Sprecherin in einer Pressemitteilung zitieren.

Demo zieht nach Dortmund-Dorstfeld und protestiert gegen Rechtsextremisten

Dortmund – Es wird am Wochenende voll in Dortmunds City. Neben zahlreichen Veranstaltungen und Festen – beispielsweise der Spaziergang im Hafenquartier – findet auch eine Demonstration am heutigen Samstag (27. August) statt. Die Dortmunder Polizei ist bereits vorbereitet.

Antifa-Demo in Dortmund startet um 14 Uhr an der Reinoldikirche

Eine Versammlung mit mehreren hundert Teilnehmern startet am frühen Samstagnachmittag eine Kundgebung in der Innenstadt. Die Gruppe „Autonome Antifa 170“ trifft sich um 14 Uhr vor der Reinoldikirche und zieht wenig später weiter nach Dortmund-Dorstfeld. Die Gruppe will nach eigenen Angaben gegen das dortige „Nazikiez“ protestieren (alle News aus Dortmund bei RUHR24).

Die Polizei in Dortmund geht davon aus, dass die Aktion in der Innenstadt startet und sich der Zug dann über die Rheinische Straße in Richtung Dorstfeld bewegt. Nach einer Zwischenkundgebung soll die Demo dann am S-Bahnhof in Dorstfeld enden.

Demonstranten protestieren gegen den „Nazi-Kiez“ in Dortmund-Dorstfeld. (Archiv)

Verkehrsprobleme in Dortmund wegen Protestzug – Demo zieht über die Rheinische Straße

Es sei damit zu rechnen, dass während des gesamten Nachmittags im Bereich der Innenstadt, Rheinische Straße und in Dorstfeld mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist, teilt die Polizei mit.

Die Beamten haben ein Bürgertelefon geschaltet. Unter der Nummer 0231-132 5555 werden Fragen zum aktuellen Versammlungsgeschehen beantwortet. Das Bürgertelefon ist am Samstag ab 12 Uhr erreichbar.

Rubriklistenbild: © Symbolbild/ Foto: Marius Becker/dpa

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