Unterstützung für Tiere

Dortmunder Zoo steckt in der Coronavirus-Krise - doch eine niedliche Idee könnte jetzt Abhilfe schaffen

Die Coronavirus-Krise trifft den Zoo Dortmund hart - so kann man ihn unterstützen.
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Die Coronavirus-Krise trifft den Zoo Dortmund hart - so kann man ihn unterstützen.

Der Zoo Dortmund befindet sich in der Coronavirus-Krise. Einnahmen fehlen, weil die Tore geschlossen sind. Doch es gibt eine Idee, um den Tieren zu helfen.

  • Der Zoo Dortmund hat derzeit wegen des Coronavirus geschlossen.
  • Seit dem 17. März dürfen keine Besucher mehr in den Zoo.
  • Um die Tiere und Pfleger zu unterstützen, kann man jedoch etwas tun.

Dortmund - Die aktuelle Coronavirus-Krise macht auch vor dem Zoo Dortmund nicht halt. Wegen der aktuellen Ausgangsbeschränkungen dürfen seit Wochen keine Besucher mehr in den Zoo. Der Betrieb wurde eingestellt - in den Gehegen warten jedoch weiterhin tausende Tiere darauf, täglich versorgt zu werden. Der Tierpark braucht deshalb dringend Unterstützung.

Zoo Dortmund in der Coronavirus-Krise: seit Wochen keine Besucher

Es ist still geworden im Dortmunder Zoo. Keine Besucherschlangen an der Kasse, keine Kinder, die das erst kürzlich zur Welt gekommene Nashorn-Junge Willi bestaunen und niemand, der sich auf die Tiere im Streichelzoo freut. Um die Ausbreitung von Covid-19 zu verlangsamen und die Infektionsketten zu unterbrechen, herrscht bei den Zoo-Bewohnern gezwungenermaßen eine Auszeit.

Nun könne man meinen, dass das den Tieren in ihren Gehegen auch mal ganz guttut. Einige Tiere könnten sich aber auch einsam fühlen, so Frank Brandstätter, Direktor des Dortmunder Zoos, gegenüber Radio91.2: "Es ist ja tatsächlich so, dass das nicht nur so ist, dass die Leute sich freuen, die Tiere zu sehen, sondern viele Tiere freuen sich auch, die Leute zu sehen."

Trotz Coronavirus: Tierpfleger im Zoo Dortmund haben immer noch viel zu tun

Bei dem einen oder anderen Affen beispielsweise könne da schon mal Langeweile aufkommen. Immerhin bekommen das Orang-Utan-Männchen Walter und seine Artgenossen sonst täglich Besuch von hunderten von Menschen. Auch im Giraffen-Gehege gebe es von den Tieren verdutzte Blicke - diese würden durchaus wahrnehmen, dass plötzlich keine Besucher mehr kommen, so der Zoodirektor.

Damit Erdmännchen, Ameisenbär, Faultier und Co. nicht völlig in Langeweile untergehen, versuchen die Mitarbeiter des Dortmunder Zoos auf kreative Art und Weise die Tiere zu unterhalten. Denn die 45 Tierpfleger arbeiten nach wie vor im gewohnten Pensum. Derzeit sind sie unter anderem mit einer kleinen Schildkröte beschäftigt.

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Zoo Dortmund: Kurzarbeit ist trotz Coronavirus nicht möglich

"Nein, Kurzarbeit machen wir nicht - die wird es nicht und die kann es auch nicht geben - weil ja die Versorgung der Tiere sichergestellt werden muss", so Brandstätter im Radio91.2-Interview. Auf der anderen Seite seien die Einnahmeverluste jedoch groß. Vergleiche man diese mit den durchschnittlichen Einnahmen der vergangenen Jahre, würden sich diese schon im Bereich mehrerer hunderttausend Euro belaufen, heißt es vom Zoo Dortmund weiter.

Um den Einzelhandel in der Stadt Dortmund in der Coronavirus-Krise zu stärken, wurde übrigens jetzt das Portal "Deine Stadt bringt's" - in speziellen Fall "Dortmund bringt's" ins Leben gerufen. 

Trotzdem könne der Betrieb nicht runtergefahren werden. Deshalb hofft man in Dortmund auf Hilfe vom Staat. Außerdem freut sich der Tierpark wegen der Coronavirus-Situation (aktuelle Entwicklungen in Dortmund im Live-Ticker) auch über Spenden und Tierpatenschaften. Das sei derzeit die beste Unterstützung für den Zoo, wie es auf der Facebookseite heißt.

In der Coronavirus-Krise: Tierpatenschaften sind die beste Unterstützung für den Zoo Dortmund

Diesem Aufruf in der Coronavirus-Krise sind bereits viele Menschen gefolgt, sie wollen dem Zoo Dortmund helfen. "Wir sind sehr gerührt über all die Facebook-Nachrichten, E-Mails, Briefe und Anrufe, die wir in diese Richtung erhalten haben, und freuen uns sehr über all die Eigeninitiativen und das Engagement, sodass uns noch einmal deutlich wurde, wie viel Rückhalt unser Zoo in der Bevölkerung genießt und wir nicht allein dastehen", schreibt der Dortmunder Zoo in dem Facebook-Beitrag.

Wer den Dortmunder Zoo in dieser schwierigen Zeit also unterstützen möchte, kann dies im Rahmen einer Patenschaft bereits ab 25 Euro tun. Angefangen bei kleinen Tieren wie Geckos über Pinguine und Pandabären - sie alle freuen sich über die Unterstützung. Hierbei garantiert der Zoo, dass der gesamte Betrag ausschließlich für Futterkosten verwendet wird, sodass eine Patenschaft den Tieren auch wirklich direkt hilft.