Dringender Appell

Dortmund: Polizeipräsident droht Chaoten wegen Coronavirus mit Geldbußen und Haftstrafen

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Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange hat wegen des Coronavirus dringende Worte an die Bevölkerung gerichtet.

Gregor Lange, Polizeipräsident von Dortmund, hat sich zu Corona-Partys und Gelassenheit im Umgang mit dem Coronavirus geäußert - und mit Konsequenzen gedroht.

  • Die Polizei Dortmund will drastisch gegen Regelverweigerer vorgehen.
  • Grund dafür sind Gruppenansammlungen trotz der Gefahr durch das Coronavirus.
  • Von der Landesregierung gibt es Regeln.

Dortmund - Die Sorglosigkeit vieler Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat Dortmunds Polizeipräsidenten Gregor Lange zu drastischen Worten und Drohungen bewegt, berichtet RUHR24.de*.

Polizei Dortmund: Präsident mit drastischen Worten wegen des Coronavirus

In einer Pressemitteilung hat sich der Chef des Dortmunder Polizeipräsidiums am Mittwochabend (19. März) zu Corona-Partys und anderen Versammlungen in Dortmund geäußert. Langes dringender Appell an die Bevölkerung: Regeln einhalten, Vorschriften beachten. Die Polizei werde dies kontrollieren und gegen mögliche Straftagen vorgehen. "Geld- und sogar Haftstrafen sind möglich", so Lange.

Anlass zu den drastischen Worten des Polizeipräsidenten ist das Verhalten vieler Dortmunder in den vergangenen Tagen. Die Szenen, die sich zuletzt trotz Coronavirus-Gefahr am Phoenix See* abspielten, sind auch der Dortmunder Polizei nicht entgangen. Horden von Menschen hatten sich dort bei strahlendem Sonnenschein zuletzt getroffen und die Cafés bevölkert.

Ostwall Dortmund: Treffen trotz Gefahr durch das Coronavirus

Am Ostwall unterdessen stellte die Polizei Dortmund fest, dass sich dort Gruppen von Tunern zusammengefunden hatten, um den Abend zusammen zu genießen. Corona-Partys sind der Polizei Dortmund hingegen bislang nur aus anderen Städten in Deutschland bekannt.

Dortmund Polizeipräsident Gregor Lange: "Unabhängig von Gesetzen und Erlassen appelliere ich an die Vernunft der Menschen, die meinen, ihr Verhalten nicht ändern zu müssen. Die Lage ist ernst. Ich bitte Sie eindringlich, alles zu unterlassen, was die Ausbreitung des Coronavirus begünstigt." Er erinnerte auch an die Gefahren für chronisch kranke Menschen.

Video: Coronavirus - Polizeikontrollen in München

"Das Virus kennt keinen Spaß. Es unterscheidet nicht zwischen kranken und gesunden oder jungen und alten Menschen", führt Lange weiter aus. Mit Corona-Partys oder größeren Ansammlungen von Menschen seien nicht mehr kontrollierbare Risiken verbunden. "Wer diese Veranstaltungen organisiert oder besucht, erhöht das Infektionsrisiko für sich und Unbeteiligte dramatisch und handelt völlig verantwortungslos und unsolidarisch."

Bei Kontrollen und Verstößen wolle die Polizei zunächst Gespräche führen, erst danach Platzverweise erteilen - und im schlimmsten Fall dann Geld- oder sogar Haftstrafen aussprechen.

Regelungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus

Grundsätzlich verweist die Landesregierung derzeit auf diese Regelungen im Freien:

  • Achten Sie auch im Freien auf den nötigen Mindestabstand von 1,5 Metern.
  • Vermeiden Sie Menschenansammlungen.
  • Veranstalten Sie auch privat keine größeren Feiern im Freien oder zu Hause.
Die Landesregierung in NRW appelliert an die Bevölkerung, diese Regeln einzuhalten.

Gregor Lange: "Wir vertrauen darauf, dass alle Bürgerinnen und Bürger so lange volle Verantwortung zeigen, bis Entwarnung gegeben wird. Wir müssen da jetzt durch. Es gibt keine Alternativen. Bitte halten Sie sich an die Regeln."

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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