Inzidenz-Wert liegt über 35

Harte Corona-Maßnahmen greifen ab heute in Dortmund - Maskenpflicht in Teilen der City

Der Westenhellweg in Dortmund mit Blick auf die Mayersche-Filiale, Roland und den ehemaligen Esprit-Store.
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Für den ehemaligen Esprit-Store am Westenhellweg in Dortmund ist ein Nachfolger gefunden.

Ab heute (Dienstag, 13. Oktober) gelten in Dortmund neue Corona-Maßnahmen. Unter anderem gibt es eine Maskenpflicht auf dem Westenhellweg.

Dortmund - Am Wochenende hat die Stadt Dortmund die erste Warnstufe überschritten. So wurde am Samstag ein Sieben-Tage-Inzidenz-Wert von über 35 festgestellt. Darauf folgten die ersten Konsequenzen - die jetzt noch einmal verschärft werden.

StadtDortmund
Fläche280,7 km²
Einwohner602.566 (Stand: Dezember 2018)
Mit dem Coronavirus infizierte Personen2.406 (Stand: 12. Oktober 2020)
Sieben-Tage-Inzidenz-Wert36,8 (Stand: 12. Oktober 2020)

Dortmund: Erste Corona-Warnstufe übertroffen - Stadt mit neuen Maßnahmen

Am Freitag (9. Oktober) ging es für Ullrich Sierau in die Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die CDU-Politikerin hat sich mit den Vertretern der elf größten Städte in Deutschland beraten. Nur einen Tag später am Samstag (10. Oktober) hat die Stadt Dortmund die erste Warnstufe überschritten (alle Artikel über Dortmund auf RUHR24.de).

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die die durchschnittliche Anzahl der Infizierten pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen angibt, liegt über 35. Ab diesem Wert muss jede Stadt ersten Regeln zur Eindämmung des Coronavirus umsetzen. So wurde ab dem Sonntag (11. Oktober) um 0 Uhr die Maßnahme umgesetzt, dass private Feierlichkeiten außerhalb von Wohnungen auf maximal 50 Personen beschränkt werden. Auch wa.de berichtet über die aktuellen Corona-Entwicklungen in Dortmund.

Corona-Infektionen in Dortmund steigen rasant an - neue Maßnahmen sollen Virus bekämpfen

Doch angesichts weiterhin steigender Zahlen in Dortmund, hat die Stadt in einer Pressemitteilung nun weitere Beschränkungen beschlossen, die bereits ab Dienstag (13. Oktober) um 0 Uhr gelten werden:

  • Private Feste außerhalb der eigenen Wohnung müssen nun bereits ab 25 Teilnehmern beim Ordnungsamt angemeldet werden.
  • In der Fußgängerzone Westenhellweg und Ostenhellweg ist nun jederzeit eine Mund-Nasen-Bedeckung (Alltagsmaske, Schal oder Tuch) zu tragen.
  • Ein Mund-Nasen-Schutz muss auch in Hochschulen, bei außerschulischen Bildungsveranstaltungen, in Bibliotheken, bei Sportveranstaltungen (beschränkt auf Zuschauende), auf Märkten – nicht nur an den Marktständen, sondern auch in den Gängen davor und dazwischen getragen werden.
  • Die Pflicht zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckung gilt nicht für Radfahrende und Sporttreibende sowie Kinder bis zum Schuleintritt und Personen, die aus medizinischen Gründen nachweislich keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können
  • Die zulässige Anzahl an Zuschauenden für Kulturveranstaltungen in geschlossenen Räumen wird auf ein Drittel der Regelauslastung festgelegt.

„Aus Sicht der Stadt Dortmund bedeuten die neuen Maßnahmen ein geringeres Maß an Einschränkung im Vergleich zu einem erneuten Shutdown, der möglicherweise eintreten könnte, wenn keine neuen Maßnahmen ergriffen würden. Sämtliche Bereiche des täglichen Lebens bleiben weiter aufrechterhalten“, erklärt die Stadt in der Pressemitteilung.

Coronavirus-Pandemie: Zehn Städte in NRW gelten als Risikogebiet

Dennoch könnten vermutlich viele Menschen die neuen Regeln der Stadt Dortmund als hart empfinden - immerhin ist der Inzidenz-Wert von 50 noch nicht überschritten worden. Erst ab diesem Wert werden weitere Aktionen zur Eindämmung des Coronavirus gefordert.

Doch all die Maßnahmen sind vor allem zur Vorsicht gedacht, damit Dortmund nicht zu einem innerländischen Risikogebiet wird - davon sind bereits zehn Städte in NRW betroffen (alle Corona-News aus NRW im Live-Ticker). Mit einem Inzidenz-Wert von 86,3 ist Herne derzeit am stärksten betroffen. Danach folgen Hagen (72,6) und Solingen mit 69,1.